Freiwilligendienst, Ronja auf den Philippinen
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Einmal Philippinen und zurück — Das Vorbereitungsseminar in Gutenstein

Selbst die längs­te Rei­se beginnt mit dem ers­ten Schritt.

Kaum zu glau­ben: Vor über einem Jahr hat­te ich mein Vor­stel­lungs­ge­spräch bei Mar­tin Ries­ter, dem Chef von MARIPHIL in Guten­stein und habe damit den Grund­stein für mei­nen Frei­wil­li­gen­dienst gelegt.  Nun war ich wie­der in dem klei­nen Dörf­chen bei Sig­ma­rin­gen – die­ses Mal aus einem kom­plett ande­ren Grund.

Wäh­rend ich im August 2017 noch mehr als weit davon ent­fernt war, auch nur einen Fuß auf die Phil­ip­pi­nen zu set­zen, ste­he ich nun kurz davor, mei­ne Kof­fer zu packen und in das Flug­zeug zu stei­gen, das mich letz­ten Endes zu mei­nem gro­ßen Ziel brin­gen wird.

Damit ich dies nicht kom­plett unvor­be­rei­tet tue, schreibt das welt­wärts-Pro­gramm vor, zuvor ein zehn­tä­gi­ges Vor­be­rei­tungs­se­mi­nar zu besu­chen. Und zu eben die­sem habe ich mich nun wie­der in Guten­stein, genau­er gesagt im Backpacker´s Hos­tel, ein­ge­fun­den.

Die ver­gan­ge­nen 10 Tage waren so zuge­packt mit Infor­ma­tio­nen, dass es unglaub­lich schwer ist, sie auch nur ansatz­wei­se in Wor­te zu fas­sen, geschwei­ge denn irgend­wel­che ver­wert­ba­ren Geschich­ten aus ihnen zu erzäh­len und trotz­dem waren sie unglaub­lich wert­voll.

Zum einen konn­te ich end­lich einen Blick in die übri­gen elf Gesich­ter wer­fen, die unwei­ger­lich Teil mei­nes gro­ßen Aben­teu­ers sein wer­den und die im Moment ver­mut­lich das­sel­be Wech­sel­bad der Gefüh­le und das­sel­be Auf-und-Ab der Emo­tio­nen mit­ma­chen, wie ich. Zum ande­ren wur­den uns so vie­le wert­vol­le Infos und zu berück­sich­ti­gen­de Tipps mit­ge­teilt, dass sich nach einem gan­zen Semi­nar­tag nur so der Kopf gedreht hat. Gut, dass wir bei Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Kanu- und Fahr­rad­tou­ren, aber auch der ein oder ande­ren Wan­de­rung, abschal­ten konn­ten.

Die ande­ren Frei­wil­li­gen haben – Gott sei Dank – nicht gebis­sen, son­dern waren durch ihre Her­kunft aus allen Ecken Deutsch­lands, bei denen der Süden extrem gering ver­tre­ten war, eher eine gute Vor­be­rei­tung auf den ver­mut­lich bald fol­gen­den (aber wohl eher viel schwe­rer aus­fal­len­den) phil­ip­pi­ni­schen Kul­tur­schock.

Neben dem engen Zusam­men­le­ben mit den ande­ren Frei­wil­li­gen wur­den wir auch durch Doku­men­ta­tio­nen und einen phil­ip­pi­ni­schen Abend, sowie durch unter­schied­lichs­te Semi­nar­ein­hei­ten und Sprach­ein­hei­ten an den wah­ren Fili­pi­no-Life­style her­an­ge­führt.

Doch selbst­ver­ständ­lich war nicht alles eitel Son­nen­schein. Bei den Phil­ip­pi­nen han­delt es sich nicht ohne Grund um ein Ent­wick­lungs­land, das noch vie­le Pro­ble­me unter­schied­lichs­ter Art zu bewäl­ti­gen und noch vie­le Her­aus­for­de­run­gen anzu­ge­hen hat.

Dabei heißt es für uns Frei­wil­li­ge einen küh­len Kopf zu bewah­ren und den Fili­pi­nos mit einer welt­of­fe­nen und auf­ge­schlos­se­nen Art zu begeg­nen, ohne sie zu ver­ur­tei­len, oder in kolo­nia­lis­ti­sche Mus­ter zu ver­fal­len.

Aller­dings sind es genau die­se Her­aus­for­de­run­gen, Fra­ge­stel­lun­gen und Pro­ble­me, die­se klei­nen Schwie­rig­kei­ten und Umwe­ge, die man in die­sem Jahr hin­neh­men wer­den muss, die die­ses Aben­teu­er für mich aus­ma­chen und mei­ne Vor­freu­de umso mehr stei­gern.

Wir wer­den sehen, wie ich sie ange­hen wer­de!

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