Freiwilligendienst, Maike in Lettland
Schreibe einen Kommentar

Tallinn – Metropole mit Kleinstadtflair

Das Tol­le an klei­nen Län­dern ist, dass man unglaub­lich schnell auch den Nach­bar­län­dern einen Besuch abstat­ten kann. Riga und Est­lands Haupt­stadt Tal­linn sind mit dem Bus gera­de mal vier Stun­den von­ein­an­der ent­fernt – doch die­ser glück­li­che Zufall ist nicht der ein­zi­ge Grund, war­um man Tal­linn auf kei­nen Fall ver­pas­sen darf!

Tal­linn ist das unan­ge­foch­te­ne Zen­trum Est­lands in allen Berei­chen – so rich­ti­ges Groß­stadt­flair ver­misst man in der Stadt aber trotz­dem. Für jeden Tal­linn-Besu­cher ist das ein gro­ßer Vor­teil: alle wich­ti­gen Sehens­wür­dig­kei­ten sowie die Alt­stadt kann man in kur­zer Zeit besich­ti­gen. Die Wege sind kurz, die Alt­stadt ist über­sicht­lich und es befin­den sich – typisch für die natur­ver­bun­de­nen Bal­ten – vie­le klei­ne Parks nahe dem Stadt­zen­trum. Hier kom­men mei­ne abso­lu­ten Tallinn-Highlights.

1. Mittelalterlich Essen im „III drakoon“ 

Direkt am Markt­platz in der Alt­stadt befin­det sich „III dra­ko­on“, ein Restau­rant mit ganz beson­de­rem Flair. Ser­viert wird hier mit­tel­al­ter­li­ches Essen und das authen­tisch! Das heißt: Elch­sup­pe ohne Besteck schlür­fen, Fleisch vom Kno­chen nagen und das ganz ohne elek­tri­sche Beleuch­tung, ledig­lich im Ker­zen­licht. Geträn­ke wer­den in Ton­krü­gen ser­viert und nach neu­mo­di­schen Geträn­ken wie Cola oder einer aus­ge­druck­ten Spei­se­kar­te kann man hier wohl lan­ge suchen. Auch wenn das Restau­rant ein ganz kla­rer Tou­ris­ten­fän­ger ist, fin­den sich auch eini­ge Esten dort ein, um die Atmo­sphä­re und das Bier zu genießen. 

2. Streetart

Wie es sich für jede Haupt­stadt gehört, gibt es auch in Tal­linn ein alter­na­ti­ves Vier­tel für die Hips­ter die­ser Welt. „Kala­ma­ja“ heißt über­setzt Fisch­haus und ist heut­zu­ta­ge wohl mehr bei Vega­nern als bei Fisch­lieb­ha­bern beliebt. Zu sehen gibt es neben alter­na­ti­ven Läden natür­lich auch Graf­fi­tis aller Art. 

3. Die orthodoxe Kirche 

Laut dem Gui­de unse­rer free-wal­king-tour das meist­fo­to­gra­fier­te Objekt Est­lands: die präch­ti­ge ortho­do­xe Kir­che, die in Zei­ten der Sowjet­uni­on dem est­ni­schen Par­la­ments­ge­bäu­de von Mos­kau gegen­über­ge­setzt wurde. 

4. Die Altstadt

Tal­linns Zen­trum bil­det der recht­ecki­ge Markt­platz, der von Wohn­häu­sern, der auf dem Bild zu sehen­der Kir­che sowie der alten Rats­apo­the­ke ein­ge­grenzt wird. Die alte Rats­apo­the­ke ver­kauft nicht nur bis heu­te Medi­ka­men­te, son­dern ver­fügt auch über eine klei­ne Aus­stel­lung, die das mit­tel­al­ter­li­che Apo­the­ker­we­sen the­ma­ti­siert. Gezeigt wer­den unter ande­rem Rezep­te und Appa­ra­tu­ren, aber auch getrock­ne­te Frö­sche, Fle­der­mäu­se und Insek­ten, denen hei­len­de Kräf­te zuge­schrie­ben wur­den. In der Kir­che am Markt­platz befin­det sich übri­gens das bereits erwähn­te Mit­tel­al­ter-Restau­rant „III drakoon“. 

5. Die Stadtmauer

Sehr gut erhal­ten und durch­aus beein­dru­ckend: die mit­tel­al­ter­li­che Stadt­mau­er Tal­linns. Auf der ande­ren Sei­te kann man sie sogar bege­hen und die Aus­sicht auf den nahe­ge­le­ge­nen Park bewundern. 

6. Linnahall

Einst ein Ver­an­stal­tungs­ort und Kon­zert­saal, heu­te ver­las­sen und ver­ges­sen. „Lin­na­h­all“ ist ein gro­ßes Gebäu­de, auf des­sen Dach man ganz legal und sicher über Trep­pen gelan­gen kann. Man hat nicht nur Sicht auf das Meer, son­dern auch auf den Son­nen­un­ter­gang über der Alt­stadt Tallinns. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.