Freiwilligendienst, Luisa in der Slowakei, Tipps & Tricks
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Bewerbungen schreiben im Ausland

Selbst jetzt im Aus­land fra­gen mich fast alle, was ich nach mei­nem Frei­wil­li­gen­dienst machen möch­te. „Gute Fra­ge!” dach­te ich mir da. Ten­den­zi­ell will ich eher eine Aus­bil­dung machen und nicht stu­die­ren. Es ist aber ziem­lich schwie­rig jeman­dem auf Eng­lisch zu erklä­ren, was eine Aus­bil­dung ist. Das ist eben eine spe­zi­el­le Sache in Deutsch­land. 

Mit­te Okto­ber war mir klar, dass ich eine Aus­bil­dung als Gestal­te­rin für visu­el­les Mar­ke­ting machen möch­te. Das sind dann qua­si die Leu­te, die in Läden oder Möbel­häu­sern die Deko­ra­ti­on pla­nen, damit das Pro­dukt per­fekt prä­sen­tiert wird. Bei­spiels­wei­se kann man das bei IKEA machen. Für die Bewer­bung muss­te ich noch Arbeits­pro­ben hin­zu­fü­gen, also etwas Gebau­tes, Genäh­tes, Gebas­tel­tes oder einen Raum, den ich mal umge­stal­tet habe. Zuerst war ich etwas ver­un­si­chert, weil ich in der Slo­wa­kei nicht die Mög­lich­kei­ten und die Zeit dafür habe. Aber dann bin ich auf Din­ge umge­stie­gen, die ich in schon in Deutsch­land mal gemacht habe. Mein per­sön­li­ches Anschrei­ben muss­te beson­ders gut und krea­tiv wer­den. Mein Vater, mei­ne Cou­si­ne, mei­ne Mit­be­woh­ne­rin und ein Freund haben den Text Kor­rek­tur gele­sen (ganz wich­tig!). Nach­dem ich ca. zwei Stun­den gebraucht habe, um mei­ne Bewer­bung im Online-Por­tal von IKEA ein­zu­schi­cken, war ich super erleich­tert, dass ich es end­lich geschafft habe. Danach wur­de mein Anschrei­ben für fünf wei­te­re Fir­men umge­än­dert und abge­schickt. Und dann hieß es war­ten… 

Am 16. Novem­ber kam die Ein­la­dung von IKEA zum Vor­stel­lungs­ge­spräch, natür­lich in Deutsch­land. Erst war mei­ne Idee, das Vor­stel­lungs­ge­spräch über Sky­pe zu machen, aber dadurch wür­den sich ver­mut­lich mei­ne Chan­cen ver­rin­gern, weil sie beim Vor­stel­lungs­ge­spräch auch Grup­pen­ar­bei­ten mit den ande­ren Bewer­be­rin­nen machen. Des­halb habe ich dann eine Woche vor­her einen Flug von Kra­kau nach Frank­furt gebucht, um bei dem Aus­wahl­tag dabei sein zu kön­nen. Es hat sich auch hof­fent­lich gelohnt dort hin­zu­ge­hen! So haben die Per­so­nal­lei­ter mich im Real Life gese­hen und ich konn­te mich dort von der bes­ten Sei­te zei­gen. Die Ant­wort soll­te ich in den nächs­ten Tagen bekom­men. 


Die­se Bil­der­rah­men-Col­la­ge soll­ten wir wäh­rend des Aus­wahl­ta­ges bei der Grup­pen­ar­beit machen. 

Falls ich aus irgend­ei­nem Grund nicht ange­nom­men wer­de, muss ich mich eben bei den ande­ren Fir­men noch­mal mel­den und nach­ha­ken. Es ist sicher immer gut, sich bei Fir­men zu bewer­ben, die einen schon ken­nen, weil man dort schon ein Prak­ti­kum gemacht hat. Oder man könn­te sich schon im Juli und August bei den Fir­men vor­stel­len, damit sie dich mal gese­hen haben. 

Fazit: Man kann gut Bewer­bun­gen aus dem Aus­land schrei­ben, aber man braucht mehr Zeit und die Pla­nung soll­te schon früh begin­nen. 

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