Freiwilligendienst, Ronja auf den Philippinen
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Projekt Gemüsegarten

Zur Pflicht­auf­ga­be eines jeden welt­wärts-Frei­wil­li­gen gehört es, ein eige­nes (mög­lichst nach­hal­ti­ges) Pro­jekt zu orga­ni­sie­ren und durch­zu­füh­ren – am bes­ten noch in Koope­ra­ti­on mit den Men­schen vor Ort.

Caro und ich haben es uns zum Ziel genom­men, den alten, lei­der in Ver­wahr­lo­sung gera­te­nen Gemü­se­gar­ten von Good She­pherd wie­der­zu­be­le­ben, zusam­men mit den Eltern der Kin­der, die eine Schul­pa­ten­schaft erhal­ten und die letzt­end­lich zusam­men mit ihren Fami­li­en zu den Pro­fi­tie­ren­den des Pro­jekts gehö­ren sol­len.

Auf dem zur müll­frei­en Zone erklär­ten Are­al sol­len schon bald haupt­säch­lich Malun­gay-Blät­ter – eine belieb­te Zutat in Sup­pen und Fisch­spei­sen – Zitro­nen­gras und grü­ne Papa­yas sprie­ßen; aber auch Bananen‑, Pla­ti­nen- und Kokos­pal­men sind dort von Natur aus schon zu fin­den

Bevor die Eltern des soge­nann­ten Out­re­ach-Pro­gramms mit uns zusam­men aber das Pflan­zen star­ten konn­ten, war erst ein­mal eine groß­flä­chi­ge Säu­be­rung und Aus­gra­sung des Gelän­des nötig. Auch das Pro­blem der Was­ser­ver­sor­gung in der Tro­cken­zeit, an dem der Gar­ten in der Ver­gan­gen­heit geschei­tert ist, muss­te gelöst wer­den.

Dazu haben wir alle Eltern, die zu unse­rer Über­ra­schung trotz Regen am Vor­mit­tag (der die Fili­pi­nos nor­ma­ler­wei­se dazu ver­an­lasst, ihr Haus nicht zu ver­las­sen) sehr zahl­reich und mit Mes­sern und Mache­ten bewaff­net erschie­nen, zu einer gro­ßen und sehr frucht­ba­ren Auf­räum­ak­ti­on ein­be­ru­fen.

Vor allem die Tat­sa­che, dass die bei­den Wei­ßen hoch­mo­ti­viert mit­an­ge­packt haben, hat, laut unse­rer Sozi­al­ar­bei­te­rin Nang Bing, die uns bei der Pla­nung unter­stützt hat, ver­mut­lich vie­le dazu “ange­sta­chelt”, sich extra anzu­stren­gen.

Auch das Was­ser­pro­blem wur­de mit­tels der Instand­set­zung eines alten ein­ge­stürz­ten Was­ser­lo­ches durch die anwe­sen­den Väter beho­ben. So haben hof­fent­lich vie­le der Fami­li­en bald Zugang zu einer gesun­den, preis­wer­ten, selbst gepflanz­ten und geern­te­ten Bei­la­ge für ihre Spei­sen und die ihrer Kin­der und somit auch die Gele­gen­heit, ihre Kost etwas aus­ge­wo­ge­ner zu gestal­ten.

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