Freiwilligendienst, Madita auf den Philippinen
Schreibe einen Kommentar

Teambuilding auf Philippinische Art

In der ers­ten Dezem­ber­wo­che wur­de ich zu einem Team­buil­ding-Event nach Gui­ma­ras ein­ge­la­den und es stell­te sich schnell her­aus, dass die gan­ze Akti­on nicht wirk­lich ein rei­nes Team­buil­ding sein wür­de. Aber von Anfang an.

Schon Wochen vor­her wur­de ich gefragt, was für Alko­hol ich am liebs­ten trin­ke. Für die Zeit nach dem offi­zi­el­len Pro­gramm des Team­buil­dings wur­den schon eif­rig Plä­ne geschmiedet.

Am Frei­tag soll­te es los­ge­hen. Die Nacht von Don­ners­tag auf Frei­tag habe ich daher im Cen­ter über­nach­tet, weil mir gesagt wur­de, dass wir sehr früh am Mor­gen los­fah­ren wür­den. Vida (die Sozi­al­ar­bei­ter-Che­fin) und ich haben dann in der Phy­sio­the­ra­pie auf den Behand­lungs­ti­schen geschla­fen. Ja, es gibt durch­aus Bequemeres! 

Am nächs­ten Mor­gen sind wir dann um 5 Uhr auf­ge­stan­den und haben Essen vor­ge­kocht für den Tag. Um 6 Uhr woll­ten wir eigent­lich los­fah­ren. Da auf den Phil­ip­pi­nen die Pünkt­lich­keit nicht so groß­ge­schrie­ben wird, wur­de es ganz schnell 6 Uhr, 7 Uhr… Gegen 8 Uhr waren wir dann end­lich auf der Fäh­re nach Jor­dan, Guimaras.

Es war erst mein zwei­tes Mal in Jor­dan. Wobei wir dort auch nicht lan­ge Auf­ent­halt hat­ten. Wir sind mit einem gemie­te­ten Jeep­ney eine Stun­de wei­ter zu einem Beach Resort gefah­ren. Natür­lich wur­den auf dem Weg immer wie­der Stopps ein­ge­legt, um fri­schen Fisch, Man­gos und frit­tier­tes Hühn­chen zu kau­fen. Die Hähn­chen­keu­len wur­den natür­lich sofort ver­speist. Es war wohl­be­merkt gera­de mal 9 Uhr, aber das ist ganz nor­mal hier. 

Die Fahrt war eine der Ver­rück­tes­ten, die ich bis jetzt hier hat­te, wür­de ich fast sagen. Von unbe­fes­tig­ten Schot­ter­we­gen über geteer­te, zwei Meter brei­te Stra­ßen durch Wäl­der und über Hügel, die min­des­tens eine Stei­gung von 15 % hat­ten. Es war wie eine Achterbahnfahrt!

Gegen 9.30 Uhr waren wir dann end­lich bei dem Resort. Das Resort war atem­be­rau­bend! Ein­fach genau­so, wie man sich die Phil­ip­pi­nen vor­stellt – ein Paradies. 

Wir hat­ten dort für die Nacht eine Hüt­te gemie­tet und sobald wir anka­men, wur­de der Grill ange­schmis­sen, weil es ja mal wie­der Zeit fürs Essen wur­de. So wird hier auf den Phil­ip­pi­nen gepick­nickt und natür­lich wird die­ses Mahl mit den Fin­gern ver­speist. Ich glau­be die ein­zi­ge Regel ist: Du darfst alles essen, was genau vor dir liegt. Es war für mich das ers­te Mal so rich­tig mit den Hän­den zu essen. Ich fand es eher mit­tel gut, da ich mit dem Reis ein­fach nicht klar­kam. Mir ist mehr von dem Reis auf dem Schoß gelan­det, als in mei­nem Mund.

Nach dem Essen wur­de die Alu­fo­lie ein­fach umge­klappt und wir haben die Res­te dann spä­ter noch zum Abend­brot geges­sen. Dann ging es mit dem Team­buil­ding los. Ich hat­te ehr­lich gesagt kei­ner­lei Vor­stel­lung, was wir da machen wür­den. Und schein­bar war ich damit nicht die Ein­zi­ge. Im End­ef­fekt haben wir drei Spie­le gespielt, die alle zusam­men nur eine Stun­de gedau­ert haben. Es war wirk­lich sehr wit­zig, aber nach den drei Spie­len war dann das „offi­zi­el­le“ Pro­gramm vorbei. 

Dann ging es zu dem guten Teil des Aus­flu­ges über. Wir haben eine Island-Hop­ping-Tour gemacht und es war ein­fach nur wunderbar! 

Die Tour hat drei Stun­den gedau­ert und wir hat­ten die Mög­lich­keit schwim­men zu gehen. Das Was­ser war sogar ange­nehm frisch und nicht total über­hitzt, wie ich es erwar­tet hatte. 

Nach der Tour sind die „erwach­se­nen“ Kol­le­gen (alle über 27) wie­der nach Iloi­lo gefah­ren und wir Jün­ge­ren sind dort­ge­blie­ben. Dann haben wir erst­mal die Res­te ver­putzt und haben ange­fan­gen zu Trin­ken. Ich glau­be es war eine recht dum­me Idee von mir, so viel von dem Fleisch zu essen. Schließ­lich lag es den gan­zen Tag drau­ßen und wur­de nicht gekühlt. Die­ser Feh­ler soll­te mir die Nacht noch sehr uner­träg­lich machen. 

Trotz­dem war es ein super wit­zi­ger Abend. Am nächs­ten Mor­gen hat es lei­der gereg­net und das Wet­ter war total „beschis­sen“ also waren wir echt froh, dass wir am Frei­tag so ein Glück mit dem Wet­ter hat­ten. Wir alle hat­ten die Nacht nur wenig geschla­fen, da es in der Hüt­te kei­ner­lei Matrat­zen oder Kis­sen gab. Dem­entspre­chend war die Stim­mung sehr ruhig und trä­ge. Gegen 9 Uhr sind wir dann wie­der zum Hafen nach Jor­dan gefah­ren, um dort die Fäh­re nach Iloi­lo zunehmen. 

Ich war heil froh, wie­der in Iloi­lo zu sein und bin auch direkt nach Hau­se gefah­ren, da es mei­nem Magen noch immer nicht bes­ser ging. Ich bin ich ja auch selbst schuld dran. 

Mein Fazit zum Thema „Teambuilding“ auf Philippinische Art

Es war sehr lus­tig und ich glau­be, wir Deut­schen soll­ten uns eine Schei­be von die­sem Team­buil­ding abschnei­den. Ich glau­be Alko­hol und ein Strand­auf­ent­halt ver­bin­den auch ganz gut und sor­gen für eine gute Stim­mung im Team. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.