Monate: März 2019

Mein stolzester Moment

Möch­test du mei­ne Mama sein?” Über­rascht und zuge­ge­ben leicht geschockt schaue ich eines unse­rer jüngs­ten Wai­sen­kin­der an. Ihre Mut­ter hat sie und ihren Bru­der aus­ge­setzt, seit über einem Jahr leben die bei­den in Good She­pherd. Sie ist zwei­fel­los einer mei­ner Lieb­lin­ge — aber Mut­ter sein? Das will ich dann ehr­lich gesagt doch nicht. Zumal ich mir gar nicht vor­stel­len kann, wie das in der Pra­xis funk­tio­nie­ren soll. Genervt ver­dreht sie die Augen: “Nein, nicht so rich­tig. Du sollst mir an der Abschluss­fei­er die Schär­pe anpin­nen!”. Eine Mil­li­on Stei­ne fal­len mir vom Her­zen, das nach­fol­gen­de Gespräch wäre wohl sehr schwie­rig gewor­den. Statt­des­sen nimmt ein rie­si­ges Lächeln mein Gesicht ein. Natür­lich will ich! Das Voll­enden des Kin­der­gar­tens, sowie der Jahr­gangs­stu­fen 6, 10 und 12 wird auf den Phil­ip­pi­nen groß gefei­ert, Ein­marsch mit den Eltern und Anpin­nen von Schär­pen durch die­se inklu­si­ve. Dass sie mich aus­er­wählt hat, Teil die­ses doch sehr wich­ti­gen Lebens­ab­schnitts zu sein und mich damit auch als Bezugs­per­son ehrt, bedeu­tet mir unglaub­lich viel. An besag­tem Tag holt sie mich schon sehr früh per­sön­lich bei mei­nem …

Trip nach Russland – so klappt’s

Mai­ke macht ihren Frei­wil­li­gen­dienst in Lett­land — da liegt ein Abste­cher zum gro­ßen Nach­barn Russ­land nahe. In die­sem Blog­bei­trag erzählt sie euch, was sie über Visum und Ein­rei­se nach Russ­land gelernt hat: Ich woh­ne eigent­lich nur 40 km von Russ­land ent­fernt – mein Ziel, dort­hin zu rei­sen, zu errei­chen war trotz­dem gar nicht so ein­fach! Was man bei Visum, Ein­rei­se und Buchun­gen beach­ten muss, erfahrt ihr hier. Visum Der deut­sche Rei­se­pass ist einer der mäch­tigs­ten der Welt – in die meis­ten Län­der kann man als deut­scher Staats­bür­ger pro­blem­los ohne Visum ein­rei­sen, doch Russ­land ist lei­der kei­nes die­ser Län­der. Zusätz­lich gibt es eini­ge Vor­aus­set­zun­gen zur erfolg­rei­chen Bean­tra­gung eines Visums, die gar nicht immer so ein­fach zu erfül­len sind. Um einen Vis­ums­an­trag für Russ­land zu stel­len, braucht man eine offi­zi­el­le Ein­la­dung eines rus­si­schen Staats­bür­gers, einer rus­si­schen Organisation/Institution oder eines Hotels (bil­li­ge Hos­tels aus­ge­schlos­sen). Die­se offi­zi­el­le Ein­la­dung ist die größ­te Hür­de und der Grund dafür, dass man als nor­ma­ler Tou­rist oder Back­pa­cker wohl eher eine Agen­tur auf­sucht, als zur Rus­si­schen Bot­schaft direkt zu gehen. Die Tou­ris­mus­agen­tu­ren in Lett­land …

Warum Hiroshima mehr als nur eine Stadt ist

Ein zwei­tes Mal bin ich nun in Hiro­shi­ma, um an mei­nem Zwi­schense­mi­nar teil­zu­neh­men. Dabei ging es nicht nur um uns Frei­wil­li­ge und unse­ren Dienst, son­dern auch viel um die Stadt Hiro­shi­ma und ihre Bedeu­tung. Ein hal­bes Jahr ist nun vor­bei, seit­dem ich hier in Japan mei­ne Frei­wil­li­gen­dienst ange­fan­gen und das Land ken­nen­ge­lernt habe. Umso mehr habe ich mich drauf gefreut, end­lich alle ande­ren Mit­frei­wil­li­gen in Hiro­shi­ma beim Zwi­schense­mi­nar zu tref­fen und gemein­sam über das ver­gan­ge­ne letz­te hal­be Jahr zu spre­chen (ich kam übri­gens zu spät :D). Das Semi­nar, wel­ches vom 4.–13. März ging, konn­te man in drei Schwer­punk­te unter­tei­len: Reflek­ti­on Frie­dens­ar­beit und Geschich­te Hiro­shi­mas Offi­zi­el­le Besu­che bei der Stadt und Exkur­sio­nen Die­ser Blog­ein­trag soll kurz über das The­ma 2 und die Stadt han­deln, bezie­hungs­wei­se soll die­ser Blog­bei­trag ein Ver­such von mir sein, ein paar mei­ner Gedan­ken, die mir wäh­rend des Semi­nars in Bezug zu Hiro­shi­ma auf­ge­kom­men sind, mit euch zu tei­len: Am Mor­gen des 6. August 1945 wur­de im Krieg die ers­te Atom­bom­be über Hiro­shi­ma zum Ein­satz gebracht. 80% der Innen­stadt wur­de von der Druck­wel­le …

Egoismus im Massenverkehr: Mein Weg zur Uni

Der Ver­kehr in São Pau­lo ist ein Aben­teu­er. Zu den Haupt­ver­kehrs­zei­ten sind vie­le Bra­si­lia­ner oft stun­den­lang unter­wegs, um zur Arbeit zu kom­men. Im letz­ten Semes­ter blieb Lau­ra vom Ver­kehrs­cha­os ver­schont. Jetzt erlebt sie am eige­nen Leib, wie ner­ven­zer­rei­bend das täg­li­che Pen­deln in die Metro­po­le sein kann.

Was will sie essen?

Wenn man an Bra­si­li­en denkt, fal­len einem wahr­schein­lich Traum­strän­de ein, der far­ben­fro­he Kar­ne­val, aber auch Pro­ble­me mit Gewalt und Armut. Lau­ra macht in die­sem Bei­trag auf einen wei­te­ren Miss­stand auf­merk­sam: Die Behand­lung von Frau­en in der bra­si­lia­ni­schen Gesell­schaft.