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Venedig des Nordens – Meine Top 5 aus Sankt Petersburg

Es wird nie wie­der so ein­fach für mich sein, nach Russ­land zu rei­sen“ – das dach­te ich mir die letz­ten Mona­te immer wie­der. Irgend­wie war das schon fast der Haupt­grund, mich an die Pla­nung zu machen und die Schnaps­idee eines Russ­land­trips in die Tat umzu­set­zen. Der gan­ze Visums­stress hat sich aber auf jeden Fall gelohnt! Hier kom­men mei­ne Top 5 aus der rus­si­schen Metro­po­le im Nor­den, dem wun­der­schö­nen Sankt Peters­burg!

5. Metro

Zu Sowjet­zei­ten waren prunk­vol­le Paläs­te als Zei­chen der Aris­to­kra­tie ver­pönt. Doch was, wenn man trotz­dem Archi­tek­ten beschäf­ti­gen muss? „Paläs­te fürs Volk“ lau­tet die Ant­wort! Sowohl die Metro in Mos­kau als auch die in Sankt Peters­burg ver­fü­gen über prunk­vol­le, the­ma­tisch gestal­te­te Metro­sta­tio­nen – sich von den kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren mit einem Metro­trip zu erho­len, ist vor allem in der kal­ten Jah­res­zeit abso­lut emp­feh­lens­wert. Mei­ne Lieb­lings­me­tro­sta­ti­on seht ihr oben, zwar nicht die prunk­volls­te, aber die schlich­te Ele­ganz der Glas­säu­len hat mir bes­ser gefal­len als jeg­li­cher Protz.

4. Katharinenpalast

Mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln unge­fähr 45 Minu­ten außer­halb des Zen­trums gele­gen, befin­det sich der Katha­ri­nen­pa­last, eine ehe­ma­li­ge Zaren­re­si­denz und Top-Tou­ris­ten-Attrak­ti­on. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man den Besuch im Som­mer auch nur annäh­rend genie­ßen könn­te, da die gesam­te Anla­ge selbst im März mit Grup­pen asia­ti­scher Tou­ris­ten über­lau­fen war. Das Inne­re (und im Sommer/Frühling sicher­lich auch die weit­läu­fi­gen Park­an­la­gen) ist aber auf jeden Fall sehens­wert – der Prunk ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te wur­de detail­ge­treu rekon­stru­iert und das High­light (Foto­gra­fie­ren ver­bo­ten) ist die Rekon­struk­ti­on des welt­be­rühm­ten Bern­stein­zim­mers. Die kunst­vol­len Wand­ta­feln gin­gen zwar in den Wir­ren des Zwei­ten Welt­krie­ges ver­lo­ren, wur­den aber nach alten Foto­gra­fi­en aus rund 500 000 Bern­stein­tei­len in mühe­vol­ler Klein­st­ar­beit wie­der­her­ge­stellt.

3. Russische Donuts

Frit­tier­ter Teig mit Puder­zu­cker – muss ich noch mehr sagen?

2. Kirchen und Kathedralen

Die Peter-und-Pauls-Fes­tung ist eine Anla­ge auf der größ­ten Kanal­in­sel Sankt Peters­burgs und bil­de­te das his­to­ri­sche Zen­trum der Stadt. Das Herz­stück des Are­als ist die Peter-und-Paul-Kathe­dra­le, in der die meis­ten rus­si­schen Kai­ser seit dem 18. Jahr­hun­dert begra­ben lie­gen. Neben der Kathe­dra­le gibt es auch ein altes sowje­ti­sches Gefäng­nis sowie ein Muse­um über die Stadt­ge­schich­te zu besich­ti­gen. Alles in allem eine net­te Tou­ris­ten­at­trak­ti­on, lei­der feh­len jedoch des Öfte­ren Info­ta­feln auf Eng­lisch, wes­we­gen der Besuch ohne Rus­sisch­kennt­nis­se rela­tiv kurz aus­fal­len könn­te.

Die hier zu sehen­de Auf­er­ste­hungs­kir­che, auch Blut­kir­che oder Erlö­ser­kir­che genannt, ist wohl mehr eine Gedenk­stät­te als eine rich­ti­ge Kir­che. 1881 wur­de an der Stel­le ein Atten­tat auf den Zaren Alex­an­der II. ver­übt – um ihn zu wür­di­gen, bau­te sein Nach­fol­ger die Kir­che als eine Art Mau­so­le­um. Sie wur­de durch Volks­spen­den mit­fi­nan­ziert und erfreut sich des­we­gen bis heu­te größ­ter Beliebt­heit unter den Sankt Peters­bur­gern. Der Innen­raum ist kom­plett mit Mosai­ken gestal­tet, die aus dem Leben Jesu erzäh­len und unglaub­lich beein­dru­ckend sind!

Das ist die Aus­sicht von der Isaaks­ka­the­dra­le und der ein­zi­ge Ort, an dem man Sankt Peters­burg von oben betrach­ten kann (von irgend­wel­chen ille­ga­len Dach­ter­ras­sen ein­mal abge­se­hen)! In echt natür­lich noch­mal schö­ner als hier auf dem Bild 😉

1. Eremitage/Winterpalast

Dies ist wohl eines der berühm­tes­ten Gebäu­de Sankt Peters­burgs: der Win­ter­pa­last. In ihm und den zahl­rei­chen Neben­ge­bäu­den fin­det man den größ­ten Muse­ums­kom­plex Russ­lands: die Ere­mi­ta­ge. Wenn man Sankt Peters­burg besucht, kommt man um einen Besuch wohl kaum her­um – es gibt zahl­rei­che Aus­stel­lun­gen und es ist nicht nur etwas für Kunst­lieb­ha­ber, son­dern für jeden etwas dabei. Mir haben beson­ders die Palasträu­me an sich gefal­len.

Alles in allem ist Sankt Peters­burg eine durch­aus sehens­wer­te Stadt, auch wenn ich wohl emp­feh­len wür­de, einen Besuch in die wär­me­re Zeit zu legen – die Kanä­le und das Fluss­ufer kann man bei star­kem Wind und eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren lei­der nicht so genie­ßen!

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