Freiwilligendienst, Maike in Lettland
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Moskau, Moskau, Russland ist ein schönes Land!

Sankt Peters­burg wird oft als die schöns­te Stadt Russ­lands bezeich­net – und ich muss zuge­ben, es ist dort schon ganz nett. Doch war­um die Haupt­stadt so schnell abstem­peln? Ich habe Mos­kau als eine unglaub­lich leben­di­ge und viel­fäl­ti­ge Stadt erlebt und die Zeit dort noch mehr genos­sen als in Sankt Peters­burg. Ich muss jedoch zuge­ben, dass das Wet­ter es schwer gemacht hat, die bei­den Städ­te unvor­ein­ge­nom­men zu ver­glei­chen, da ich zu ein­fach gestrickt bin: gutes Wet­ter = gute Lau­ne!

Roter-Oktober-Viertel und umliegende Parks

Wie kann man eine Stadt bes­ser genie­ßen als zusam­men mit den ers­ten Früh­lings­son­nen­strah­len in den Parks ent­lang des Fluss­ufers? Rich­tig — gar nicht! Am Ufer der Mosk­wa durch Gor­ky-Park zu spa­zie­ren, muss beson­ders im Som­mer toll sein, ist jedoch auch im Früh­ling durch­aus schön!

Beson­ders sehens­wert ist das Roter-Okto­ber-Vier­tel. Roter Okto­ber ist der Name einer rus­si­schen Süßig­kei­ten­mar­ke und des ehe­ma­li­gen Haupt­pro­duk­ti­ons­ge­bäu­des, das auf dem zwei­ten Bild zu sehen ist. Heu­te befin­den sich in den roten Back­stein­ge­bäu­den Cafés und Pubs und das Vier­tel ist als alter­na­tiv und modern bekannt. 

Ganz in der Nähe fin­det man auch die Christ-Erlö­ser-Kathe­dra­le, die wich­tigs­te Kir­che der Rus­sisch-Ortho­do­xen Kir­che, die neben­bei auch noch ein 1A-Foto­mo­tiv ist. 

Ausstellungen der Errungenschaften der Volkswirtschaft

Etwas außer­halb des Stadt­zen­trums befin­det sich ein gigan­ti­sches Gelän­de, das als VDNKh bekannt ist. Man kann sich das Gan­ze als eine Art Frei­zeit­park mit Pro­pa­gan­da­bei­ge­schmack vor­stel­len. Das rie­si­ge Are­al umfasst ca. 400 Gebäu­de, die zu Sowjet­zei­ten erbaut wur­den und wohl leicht­weg als Pracht­bau­ten bezeich­net wer­den kön­nen. Jedes Gebäu­de ist einem bestimm­ten The­ma gewid­met, in dem die Sowjet­uni­on anschei­nend groß­ar­ti­ge Erfol­ge zu ver­bu­chen hat, wie z.B. die Kol­lek­ti­vie­rung der Land­wirt­schaft, Raum­fahrt, Stahl­ver­ar­bei­tung, Koh­le­ab­bau etc. Inner­halb der Gebäu­de fin­den sich dann Aus­stel­lun­gen zu eben­die­sen The­men. 

Der Kreml

Der Kreml ist kei­nes­wegs (nur) der Regie­rungs­sitz Russ­lands wie all­ge­mein oft ange­nom­men. Das rus­si­sche Wort Kreml bedeu­tet näm­lich erst ein­mal so etwas wie Fes­tung. Dem­entspre­chend gibt es nicht nur in Mos­kau einen Kreml, son­dern auch in vie­len ande­ren Städ­ten. Inner­halb des Mos­kau­er Kremls befin­den sich eini­ge sehr ein­drucks­vol­le Kathe­dra­len, deren Innen­raum man lei­der nicht foto­gra­fie­ren darf, sowie die Rüst­kam­mer, in der rus­si­sches Mili­tär­ge­rät der letz­ten Jahr­hun­der­te aus­ge­stellt ist.

Das Gebäu­de im Kreml, das den offi­zi­el­len Regie­rungs­sitz beher­bergt, ist streng bewacht und vor den Tou­ris­ten­mas­sen gut abge­si­chert. Das bedeu­tet, dass der gesam­te Platz um das Gebäu­de von Sol­da­ten in Pelz­müt­zen umstellt ist, die einen bei jed­we­dem Stol­pe­rer vom erlaub­ten Geh­be­reich wort­wört­lich zurück­pfei­fen. 

Kaufhaus ГУМ (GUM)

GUM war zu Sowjet­zei­ten ein gro­ßes Waren­haus und ist heu­te ein Ein­kaufs­zen­trum vol­ler Luxus­lä­den. Auch wenn man sich dort wohl kaum etwas leis­ten kann, ist es der Archi­tek­tur wegen einen Besuch wert. Fast noch bes­ser als die­se ist jedoch die Eis­creme, die angeb­lich noch mit dem Rezept aus der Grün­dungs­zeit her­ge­stellt wird und nicht nur bei Tou­ris­ten beliebt ist.

Last but not least: Moskau bei Nacht

Anschei­nend ist Mos­kau nicht nur in der Weih­nachts­zeit vol­ler Licht­de­ko­ra­tio­nen — son­dern auch noch im März. Es wer­den nicht nur der Kreml und das hier von außen zu sehen­de Kauf­haus GUM ange­strahlt, son­dern auch die ganz nor­ma­len Ein­kaufs­stra­ßen sind mit Lich­ter­ket­ten ver­se­hen. Da oben­drein die meis­ten Geschäf­te bis min­des­tens 22 Uhr geöff­net sind, kann man das obli­ga­to­ri­sche Bum­meln getrost in die spä­ten Abend­stun­den legen. 

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