Freiwilligendienst, Hoa in Japan
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Golden Week, Hitchhike Week!

Zwar woh­ne und arbei­te ich in der Nähe Osakas, den­noch zieht es mich doch öfters nach Hiro­shi­ma, als erwar­tet. Wäh­rend der soge­nann­ten „Gol­den Week“ bin ich wie­der ein biss­chen durch Japan her­um­ge­reist und schließ­lich beim Flower Fes­ti­val in Hiro­shi­ma gelan­det!

Eine Woche vol­ler Gold? Eine Gol­de­ne Woche?! Für die Japa­ner sind die 7–10 Tage, die die Gol­den Week umfas­sen tat­säch­lich Gold wert. Die Gol­den Week bedeu­tet näm­lich für vie­le Japa­ner Pau­se und Urlaub, denn die ca. 7 Tage bestehen zum Groß­teil aus gesetz­li­chen Fei­er­ta­gen. Japa­ner arbei­ten sehr viel und neh­men sich grund­sätz­lich kei­nen Urlaub. Die Gol­den Week bie­tet für vie­le sozu­sa­gen die ein­zi­ge Mög­lich­keit mit Fami­lie oder Freun­den für eine län­ge­re Zeit zu ver­rei­sen als nur für ein, zwei Tage. Auch ich bekam für die Gol­den Week frei und kom­bi­niert mit mei­nen nor­ma­len frei­en Tagen am Sams­tag und Sonn­tag bekam ich 10 Tage frei (ohne davon etwas von mei­nen nor­ma­len ca. 30 frei­en Tagen abge­zo­gen zu bekom­men 🙂 ). Da die Gol­den Week für ganz Japan zeit­gleich ist, sind belieb­te Urlaubs­or­te, die gro­ßen Städ­te, über­füllt mit Men­schen. Flü­ge und Bus­se sind vier­mal so teu­er, Züge über­füllt und Hotels aus­ge­bucht. Die Gol­den Week soll­te man als Tou­rist auf jeden Fall mei­den, wenn es mög­lich ist!

Ich habe die Chan­ce genutzt, dass so vie­le Men­schen zur glei­chen Zeit unter­wegs sind und wie­der die japa­ni­sche Auto­bahn unsi­cher gemacht — als Hitch­hi­ker! Mein Haupt­ziel war das Flower Fes­ti­val in Hiro­shi­ma. Die­ses Mal habe ich aus mei­nen Feh­lern gelernt, die ich in einem vor­he­ri­gen Blog über das Hitch­hi­ken in Japan erklärt habe. Ich habe einen Kol­le­gen gefragt, ob er mich mit sei­nem Auto schon durch die Maut in eine Ser­vice Area inner­halb der Auto­bahn brin­gen kann. Von der Ser­vice Area hat es dann nur 10 Minu­ten gedau­ert, bis mich die ers­te Per­son auf­ge­ga­belt hat.

Das Schö­ne am Hitch­hi­ken ist, dass man vie­le ver­schie­de­ne Men­schen trifft und nie sicher weiß, wo man schließ­lich lan­det (sofern das eine schö­ne Sache ist haha). Ich traf auf dem Weg nach Hiro­shi­ma einen jun­gen Mann aus Sri Lan­ka, der seit sie­ben Jah­ren schon in Japan lebt. Erst ein paar Tage vor­her sind die Anschlä­ge in Sri Lan­ka gesche­hen und dar­aus hat sich ein echt tief­ge­hen­des Gespräch mit ihm ent­wi­ckelt! Das hat echt gut­ge­tan, da Japa­ner oft nicht wirk­lich ihre Sicht auf gewis­se Din­ge, die vor allem kon­tro­vers sind, tei­len.

In einem ande­ren Auto haben mich jun­ge Stu­den­ten mit­ge­nom­men, mit denen ich am glei­chen Tag noch gemein­sam nach Ako gefah­ren bin, um am Stein­strand den Son­nen­un­ter­gang zu sehen und zu Abend zu essen. Da es schon spät war und wei­ter hitch­hi­ken nicht mög­lich war, bot mir einer der Stu­den­ten an bei sich zu schla­fen! Freun­de beim Hit­chi­ken fin­den: CHECK!

Zusam­men­ge­fasst gibt es nichts Ein­fa­che­res als Hitch­hi­king wäh­rend der Gol­den Week. Es sind so vie­le Men­schen unter­wegs, dass sich immer jemand fin­det, der bereit ist einen mit­zu­neh­men!

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