Monate: Juli 2019

Welcome to Cambodia: Phnom Penh

Mein Jahr auf den Phil­ip­pi­nen ist zu Ende, mitt­ler­wei­le kann ich das wirk­lich sagen, ledig­lich zwei Wochen sind noch vom bis­lang größ­ten Aben­teu­er mei­nes Lebens übrig. Und damit sich die letz­ten Tage wirk­lich noch ein­mal nach Aben­teu­er und nicht nur wie „War­ten auf den Heim­flug“ anfüh­len, habe ich mich auf­ge­macht in ein Land, das mich schon lan­ge fas­zi­niert: Kam­bo­dscha. Schon vor Jah­ren hat mei­ne Schwes­ter, die desi­gnier­te Rei­se­ex­per­tin unse­rer Fami­lie, bei der Wunschrei­se­ak­ti­on der VR-Bank mei­nen Namen für die­ses Land in den Topf gewor­fen und auch wenn es damals nichts gewor­den ist, hat mei­ne Fas­zi­na­ti­on für das süd­ost­asia­ti­sche König­reich nicht abge­nom­men.  Das Land ist für einen Geschichts­freak wie mich wirk­lich ein Traum­rei­se­ziel, die Spu­ren der Zeit von den impo­san­ten Tem­peln aus alter Ver­gan­gen­heit, über Zeug­nis­se der fran­zö­si­schen Kolo­ni­al­herr­schaft, wei­ter zu den schreck­haf­ten Stät­ten, die das Khmer Rouge Regime in der letz­ten Hälf­te des zwan­zigs­ten Jahr­hun­dert hin­ter­las­sen haben, bis hin zu moder­nen Wol­ken­krat­zern, die von der auf­stre­ben­den Posi­ti­on Kam­bo­dschas zeu­gen, über­sä­en das gan­ze Land und nir­gend­wo sonst zeigt sich das mehr als in Phnom Penh, der …

Von Bambushäusern zu klimatisierten Apartments

Alle zwei Wochen fin­det ein soge­nann­tes „Vis-dorm “ von Asi­lo aus statt. Was genau das ist, durf­te ich mir letz­ten Sonn­tag angu­cken. Jeden zwei­ten Sonn­tag wird ein Mit­ar­bei­ter von Asi­lo Zuhau­se bei der Fami­lie besucht. Die­se Akti­on hat­te sich das Asi­lo Team aus­ge­dacht, um mög­lichst viel von ihren Kol­le­gen zu erfah­ren und die Hin­ter­grün­de ihres Han­delns bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen. Am letz­ten Sonn­tag waren aus­nahms­wei­se drei Kol­le­gen dran, da alle „rela­tiv“ nah bei­ein­an­der woh­nen. Zwei davon waren Ancil und Sheng, zwei mei­ner nähe­ren Kol­le­gen. Also, die Tour star­te­te in New Luce­na bei Ancil. Ich wür­de mal grob schät­zen, dass die Fahrt 45 Minu­ten gedau­ert hat. Ich war echt posi­tiv über­raschst wie gut das Haus aus­sah. Gleich bei der Ankunft und nach einer gro­ßen Vor­stel­lungs­run­de, ging es los mit dem Beten. Sie brin­gen in jedes Haus die Holy Mary und beten gemein­sam für das Haus und die Fami­lie des Kol­le­gen. Jetzt könnt ihr raten, was danach pas­siert ist… GENAU es gab Snacks. Natür­lich, immer­hin war es ja schon 9 Uhr 😊. Es gab Man­gos aus Ancils …

Das SEM Fest

Am Ende von mei­nen 11 Mona­ten in der Slo­wa­kei stand noch ein rich­ti­ges High­light auf dem Pro­gramm. Ich habe schon vie­le Bil­der gese­hen und Geschich­ten gehört, aber was das SEM Fest nun wirk­lich ist, wuss­te ich nicht. Unge­fähr wuss­te ich, dass es ein Zelt­la­ger ist und dass es dort Sport, Musik, Semi­na­re, Work­shops und viel Spaß gibt. Schon Wochen vor­her haben wir mit den Vor­be­rei­tun­gen dafür ange­fan­gen. Zum Bei­spiel habe ich Ban­ner für die Büh­ne mit Far­be nach­ge­bes­sert oder mei­ne Work­shops und Semi­na­re vor­be­rei­tet. Dann kam der Tag der Anrei­se. Nach unge­fähr sie­ben Stun­den mit dem Bus, Zug + War­te­zeit, bin ich in Len­ka, einem klei­nem 200-See­­len-Dorf ange­kom­men. Ich hat­te eigent­lich ver­mu­tet, dass wir Mit­ar­bei­ter sofort anfan­gen mit dem Auf­bau der Zel­te, aber dem war nicht so. Der ers­te Tag war ziem­lich ent­spannt und auch die nächs­ten zwei Tage waren eher mit Team­buil­dung gefüllt. Das fand ich ziem­lich gut, denn auch wenn ich vie­le Leu­te schon kann­te, muss­ten wir als Team (110 Mit­ar­bei­ter) auch zusam­men­wach­sen und eine Ein­heit wer­den. Von Mon­tag bis Don­ners­tag war ich …

Reuse, Reduce, Recycle

Die Chips­tü­te, die Keks­ver­pa­ckung, die Limo­na­den­fla­sche. Wie auch die übri­gen Kin­der auf allen ande­ren Erd­tei­len, lie­ben die jun­gen Men­schen auf den Phil­ip­pi­nen süße und sal­zi­ge Snacks in jeder Form. Der gro­ße Unter­schied aller­dings liegt in der Ent­sor­gung der meist in bunt glän­zen­des Plas­tik ver­pack­ten Lecke­rei­en. Wäh­rend man in Deutsch­land schon von klein auf ein­ge­impft bekommt, in wel­che Ton­ne Rest­müll, Papier und recy­c­le­ba­rer Abfall ent­sorgt wer­den muss und sich an jeder Ecke ent­spre­chend sepa­rier­te Behält­nis­se fin­den, ist Müll­tren­nung, ganz zu schwei­gen von einer ins­ge­sam­ten Reduk­ti­on von Abfall oder gar Plas­tik, auf den Phil­ip­pi­nen noch ein Fremd­wort. Über alle Schich­ten der Bevöl­ke­rung und alle Alters­klas­sen hin­weg wird das Ent­sor­gen von Ver­pa­ckun­gen wo man geht und steht, sei das im Stra­ßen­gra­ben oder auf der Wie­se, tole­riert und prak­ti­ziert. Auch die all­wö­chent­li­che Ver­bren­nung des Müll-Mixes durch die Siebt­kläss­ler wird als nichts Unge­wöhn­li­ches ange­se­hen. Da die Phil­ip­pi­nen aller­dings, zusam­men mit vie­len wei­te­ren Ent­wick­lungs­län­dern, zu den größ­ten Betrof­fe­nen des Kli­ma­wan­dels und des welt­wei­ten Müll­pro­blems, vor allem in den Mee­ren, zäh­len, ist ein Umden­ken, was den Umgang mit Abfall angeht, hier, wie …