Freiwilligendienst, Luisa in der Slowakei
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Hast du dich verändert?

Die­se Fra­ge wur­de mir vor ein paar Tagen gestellt — in Bezug auf mei­nen Frei­wil­li­gen­dienst und mei­ne Per­sön­lich­keit. Eine gar nicht so ein­fa­che Fra­ge, die mich irgend­wie immer noch beschäf­tigt.

Wer war ich im Sep­tem­ber als ich in die Slo­wa­kei gekom­men bin und wer bin ich jetzt nach elf Mona­ten? Ich kann die­se Fra­ge nun erst­mal nur aus mei­ner Sicht­wei­se beant­wor­ten. Ob ich mich wirk­lich stark ver­än­dert habe, wer­den wohl mei­ne Freun­de und Fami­lie in Deutsch­land her­aus­fin­den.

Ich wür­de behaup­ten, dass ich offe­ner gewor­den bin und es mir etwas leich­ter fällt auf neue Men­schen zu zuge­hen. Da ich auf jeder Ver­an­stal­tung die Neue/die Deut­sche bin, habe ich auto­ma­tisch sehr vie­le neue Leu­te ken­nen gelernt. In Deutsch­land war ich in mei­ner gewohn­ten Umge­bung und ich habe nur sel­ten neue Men­schen ken­nen gelernt. In dem Jahr war das anders. Und da ich ohne mei­ne Fami­lie und Freun­de aus Deutsch­land gelebt habe, schät­ze ich sie nach die­sem Jahr noch viel mehr. Außer­dem habe ich vie­le neue Freun­de gefun­den und obwohl wir nicht die glei­che Spra­che spre­chen, haben wir uns super ver­stan­den.

Apro­pos Spra­che! Zum einem hat sich mein Eng­lisch um gefühl­te 70% ver­bes­sert. Ich moch­te den Eng­lisch­un­ter­richt in der Schu­le nicht wirk­lich und habe auch nicht viel Eng­lisch gespro­chen, aber im Aus­land war ich gezwun­gen Eng­lisch zu spre­chen und es hat mir viel gehol­fen. Außer­dem habe ich Slo­wa­kisch gelernt. Gut, dass ist zwar kei­ne Welt­spra­che, aber trotz­dem kann es mir hel­fen und da die sla­wi­schen Spra­chen ähn­lich sind, kann ich viel­leicht auch Pol­nisch und Tsche­chisch ver­ste­hen.

Ich lebe ja allein in einer Woh­nung und muss selb­stän­dig kochen, put­zen, mein Leben mana­gen und das hat mich rei­fer und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter gemacht. Auch die Ein­stel­lung zum umwelt­be­wuss­ten Leben hat sich ver­än­dert bzw. aus­ge­prägt. Ich ach­te viel mehr dar­auf, was ich kau­fe und wie ich mich ernäh­re.

Nun, die Fra­ge vom Anfang wür­de ich defi­ni­tiv mit “JA” beant­wor­ten. Hof­fent­lich habe ich mich nur ins Posi­ti­ve ent­wi­ckelt, aber mehr Ver­än­de­run­gen wer­de ich wohl erst wie­der Zuhau­se fest­stel­len.

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