Allgemein, Bendix in Dänemark
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Einführungswoche – 5 Tage Programm

Die ers­te Woche in mei­ner neu­en Hei­mat war sehr inten­siv. Wäh­rend der Ein­füh­rungs­wo­che haben die Pro­fes­so­ren schon in der Mit­tags­pau­se däni­sches Bier ser­viert und abends ging es mit aller­lei Ver­an­stal­tun­gen wei­ter. Ein Geburts­tag, Woh­nungs­ein­wei­hun­gen, Grill­fes­te, Stu­den­ten­bar­eröff­nung und ein tra­di­tio­nel­les zwei­tä­gi­ges Mit­tel­alt­er­fes­ti­val im Her­zen der Stadt, haben kaum Platz zum Schla­fen und Kof­fer­aus­pa­cken gelas­sen.

Dänische Direktheit und Wassertürme

Ein Merk­mal der Dänen, das sich durch mei­ne kom­plet­te Aus­lands­stu­di­ums-Erfah­rung zieht, ist der infor­mel­le Umgang der Dänen mit ande­ren Leu­ten. Egal ob es dein Pro­fes­sor, der Direk­tor der Uni­ver­si­tät, dein direk­ter Vor­ge­setz­ter oder der CEO eines Bil­lio­nen-Euro-Kon­zerns ist, man spricht sich mit dem Vor­na­men an, als ob man sich schon seit Jah­ren kennt. Von der deut­schen „Steif­heit“ beim Umgang mit Frem­den oder Höher­ran­gi­gen ist hier nichts zu fin­den, obwohl Hor­sens gera­de mal 150 Kilo­me­ter hin­ter der Gren­ze liegt. Vom ers­ten Tag an habe ich mei­ne Pro­fes­so­rin mit Dor­te ange­spro­chen und bis zum 3. Semes­ter kann­te ich Ihren Nach­na­men nicht mal. In der Ein­füh­rungs­wo­che waren unse­re zwei Pro­fes­so­ren auch eher wie Freun­de oder Men­to­ren zu uns Erst­se­mes­tern. Neben ver­schie­dens­ten Akti­vi­tä­ten, um den Cam­pus ken­nen­zu­ler­nen, haben wir auch an unse­rem ers­ten „Inge­nieurs­pro­jekt“ gear­bei­tet. Das Ziel war die Kon­struk­ti­on eines Was­ser­turms aus dün­nen Holz­stäb­chen, wel­cher anschlie­ßend einen Was­ser­ei­mer tra­gen muss­te. Das Team mit dem Was­ser­turm, der das meis­te Was­ser im Eimer tra­gen konn­te, hat gewon­nen.

Der Was­ser­turm mei­nes Teams war zwar nicht der schöns­te und sta­bils­te, Spaß hat es aber trotz­dem gemacht. Wäh­rend des Wett­be­werbs haben wir dann auch küh­les Bier mit unse­ren Pro­fes­so­ren genos­sen.

Zurück im Mittelalter, und anderes Sehenswertes

Gleich in mei­ner ers­ten Woche in Däne­mark fand ein gro­ßes Mit­tel­alt­er­fes­ti­val statt. Besu­cher aus ganz Däne­mark kom­men dort für ein Wochen­en­de nach Hor­sens und schau­en mit­tel­al­ter­li­chen Tän­zen, Lan­zen­kämp­fen und Wett­be­wer­ben im Rin­gen zu, wäh­rend rund um den Ver­an­stal­tungs­ort däni­sche Spe­zia­li­tä­ten ver­speist und getrun­ken wer­den. Mein per­sön­li­cher Favo­rit ist der Honig­schnaps mit einem ähn­li­chen Alko­hol­ge­hallt wie Wein, der in klei­nen Ton­be­chern ser­viert wird. Die­se Zeit haben wir auch genutzt, um die Stadt ein wenig bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Mit mei­nen Kom­mi­li­to­nen haben wir die ers­ten Grill­aben­de am „Troll Strand“ von Hor­sens gefei­ert und uns sogar zum Schwim­men in den küh­len Hor­sens Fjord gewagt.

„Tro­els the Troll“ by Tine
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Troels_The_Troll,_Horsens.jpg
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https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Der Strand heißt übri­gens Troll-Strand, da dort meh­re­re Über­gro­ße Troll-Sta­tu­en ver­teilt sind. Genau wie auch die berühm­te Meer­jung­frau in Kopen­ha­gen, leh­nen sich die­se Figu­ren an Mär­chen von Hans Chris­ti­an Ander­sen an, eine natio­na­le Iko­ne Däne­marks.

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