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Horsens erwacht aus dem Winterschlaf

Mit sei­nen 55.000 Ein­woh­nern ist Hor­sens defi­ni­tiv nicht als Tou­ris­ten-Hot­spot bekannt und es kann zu Zei­ten rela­tiv lang­wei­lig wer­den. Das hat man beson­ders in den Win­ter­mo­na­ten gemerkt, wo die Ange­bo­te der Stadt, wie z.B. Kon­zer­te, klei­ne Fes­ti­vals oder Par­tys fast gar nicht mehr statt­fan­den. Mit den ers­ten Son­nen­ta­gen im Früh­ling fing das Leben dann aber wie­der rich­tig an und es gab jedes Wochen­en­de etwas Neu­es zu unter­neh­men. Eine Ver­an­stal­tung, die jeden Früh­ling ein wenig her­aus­ge­sto­chen hat, war der Besuch eines Wan­der­zir­kus direkt auf der Wie­se am Fjord.

Da wo wir uns nor­ma­ler­wei­se zum Gril­len, Fuß­ball spie­len oder schwim­men gehen tref­fen, stand plötz­lich eine Zir­kus-Kara­van mit allen mög­li­chen Tie­ren die nur mit dün­ner Abzäu­nung auf „unse­rer“ Wie­se her­um­lie­fen. Das sorg­te in einer Klein­stadt wie Hor­sens für gro­ße Auf­re­gung und wir haben die nächs­ten drei Tage damit ver­bracht, uns mit den Ele­fan­ten anzu­freun­den.

Im Lau­fe des Früh­lings wur­den auch wie­der Ver­an­stal­tun­gen drau­ßen für die Stu­den­ten orga­ni­siert, um das gute Wet­ter zu genie­ßen. Neben den typi­schen Bier-Pong-Tur­nie­ren und Mot­to-Par­tys, gab es noch den soge­nann­ten Bier­ma­ra­thon – eine Tra­di­ti­on.

Mein erster Biermarathon

Beim Bier­ma­ra­thon muss­te man sich mit einem ande­ren Stu­den­ten zusam­men­tun und im Lau­fe der Ver­an­stal­tung einen vol­len Bier­kas­ten von der Uni, über Umwe­ge, zur Stu­den­ten­bar tra­gen. Auf der ca. 10km lan­gen Stre­cke wur­den ver­schie­de­ne Sta­tio­nen auf­ge­baut, bei denen man Mini­spie­le gegen die ande­ren Teams gewin­nen muss­te. Das Ziel war es, sei­nen Kas­ten vor Ankunft an der Ziel­li­nie leer zu haben. Da das noch nicht spa­ßig genug war, haben sich auch noch alle Teams pas­send zum Team­na­men ver­klei­det.

Ich habe mich mit einem Freund zusam­men­ge­tan und wir haben uns als Bier-Sol­da­ten ver­klei­det. Unse­rer Geweh­re bestan­den aus zusam­men­ge­kleb­ten Fla­schen, Bier­do­sen dien­ten als Muni­ti­ons­gür­tel. Den Helm haben wir schon früh im Ren­nen ver­lo­ren, des­we­gen ist er nicht auf den Fotos.

Gewon­nen haben wir das Ren­nen lei­der nicht, wenn ich mich recht erin­ne­re, sind wir aber unter den Top 3 von 20 Teams gelan­det. Die Gewin­ner haben übri­gens ein Cand­le-Light-Din­ner gewon­nen, wel­ches direkt nach dem Ren­nen statt­ge­fun­den hat.

Das zwei­te Semes­ter war von die­sen groß­ar­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen gespickt und ich habe mich ab da super wohl in Hor­sens gefühlt. Die­se Ver­an­stal­tun­gen sind sehr gut, um ande­re Stu­den­ten von ande­ren Pro­gram­men ken­nen­zu­ler­nen, da jeder auch gleich sehr offen gegen­über neu­en Bekannt­schaf­ten ist.

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