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Amerikaner machen was?!

Von Angelina G.

Du möch­test als Jugendliche/r in die USA? In die­sem Bei­trag fin­dest du kul­tu­rel­le Miss­ver­ständ­nis­se, die du ver­mei­den kannst!

Über mich

Ich hei­ße Ange­li­na und bin 17 Jah­re alt. Mei­ne Hei­mat ist Süd-Deutsch­land, aller­dings war ich im April 2019 für vier Wochen in Ame­ri­ka. Genau­er gesagt in Colo­ra­do, wo ich bei mei­ner Gast­fa­mi­lie gewohnt habe und auch zur High-School gegan­gen bin. Dort habe ich Situa­tio­nen erlebt, die mich als deut­schen Teen­ager wirk­lich gewun­dert haben. Damit du dar­auf vor­be­rei­tet bist, habe ich dir aus mei­nen Erfah­run­gen die­se Lis­te zusam­men­ge­stellt.

I. Sonn- sind keine Feiertage

In Deutsch­land wird auf Vor­rat gekauft, wenn das Wochen­en­de vor der Tür steht. Fehlt sonn­tags eine wich­ti­ge Zutat für das Fami­li­en­es­sen, wird in der Nach­bar­schaft her­um gefragt oder man muss zur Tank­stel­le fah­ren und dort viel Geld für Klei­nig­kei­ten aus­ge­ben. In Ame­ri­ka sind die Läden immer geöff­net, auch am Son­tag! Das Sonn­tags­es­sen oder der ‑aus­flug fällt dort dafür aber flach, was ich sehr scha­de fin­de.

II. Von A nach B

Ein klas­sisch-ame­ri­ka­ni­scher Schul­bus (Bild von Ange­li­na)

Wenn du in den USA einen Bus oder eine Bahn benö­tigst, um von A nach B zu gelan­gen, suchst du oft ver­geb­lich. In den Groß­städ­ten gibt es zwar ‘Public Trans­port’, aber außer­halb sind abge­se­hen von den typisch gel­ben ame­ri­ka­ni­schen Schul­bus­sen lei­der fast kei­ne öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel unter­wegs.

III. Social Media

Auf­ge­fal­len ist mir auch die Ange­wohn­heit vie­ler Amerikaner/innen Bil­der von Freun­den auf Insta­gram zu pos­ten. Die Freun­de wer­den dort nicht gefragt, ob das für sie in Ord­nung ist. In Deutsch­land dage­gen soll­te man alle, die auf dem Bild zu sehen sind, vor dem Ver­öf­fent­li­chen nach der Erlaub­nis fra­gen. Was du zusätz­lich beach­ten soll­test: Ver­lin­ke nur Freun­de, die auch tat­säch­lich zu sehen sind!

IV. Talk, talk, talk

Von mei­nem vier­ten Punkt bin ich per­sön­lich in Ame­ri­ka ein gro­ßer Fan gewor­den: Das Gespräch mit Frem­den. In Ame­ri­ka soll­test du näm­lich damit rechen auf der Stra­ße von fast jedem nett begrüßt zu wer­den. Oft kom­men auch völ­lig Frem­de auf dich zu und ver­wi­ckeln dich in ein Gespräch. Am Anfang mag das unan­ge­nehm und unge­wohnt sein, aber ich habe mich schnell dar­an gewöhnt und Gefal­len dar­an gefun­den!

V. Pssst…

Wor­auf du in den USA auch ach­ten soll­test: In Deutsch­land wird oft kein Blatt vor den Mund genom­men und sehr direkt gesagt, was man denkt. Vie­le Ame­ri­ka­ner sind da anders. Wahr­schein­lich bekommst du oft Kom­pli­men­te zu hören, aber nega­ti­ve Kri­tik und sar­kas­ti­sche Belei­di­gun­gen sind dort nicht üblich. Wenn du kannst, ver­su­che also damit etwas zurück­hal­ten­der zu sein.

VI.🙈

Ein Punkt, der beson­ders die jun­ge Genera­ti­on inter­es­sie­ren könn­te, ist das Benut­zen von Emo­jis. Whats­App bei wei­tem nicht so popu­lär wie in Deutsch­land. Es wird eher Snap­chat, beson­ders unter den Jugend­li­chen, ver­wen­det. Emo­jis wer­den außer­dem weni­ger benutzt. Statt­des­sen wird zum Bei­spiel der Lachs­mi­ley durch ein “haha” ersetzt. Anders als in Deutsch­land kommt vor allem das Äff­chen-Emo­ji fast nie zum Ein­satz.

VII. Durstlöscher

Indi­vi­du­ell ver­zier­te Trink­fla­sche (Bild von Ange­li­na)

Ein mei­ner Mei­nung nach wich­ti­ger Punkt sind die gra­tis Was­ser­spen­der, die über­all zu fin­den sind. Das ist eine genia­le Sache, wes­we­gen alle Ame­ri­ka­ner auch Was­ser­fla­schen mit sich rum­tra­gen. Die­se kön­nen ein­fach auf­ge­füllt und ger­ne mit zahl­rei­chen Sti­ckern ver­se­hen wer­den. Orga­ni­sie­re dir am bes­ten eine eige­ne! Aller­dings gibt es dort auf Plas­tik­fla­schen kein Pfand, suche also nicht nach dem Pfandau­to­ma­ten.

VIII. Deutsch sprechen

Als letz­tes möch­te ich noch dar­auf hin­wei­sen, dass in Ame­ri­ka fast nie­mand deutsch spricht. Als Deutsche/r ist man gewohnt, dass über­all in Urlaubs­re­gio­nen die Mut­ter­spra­che gespro­chen wird. Nicht so in den USA. Zwar haben dort vie­le Men­schen euro­päi­sche Vor­fah­ren, aber ohne Eng­lisch-Kennt­nis­se wird es sehr schwer wer­den sich zu ver­stän­di­gen.

That’s it

Zum Schluss möch­te ich noch dar­auf hin­wei­sen, dass das mei­ne Erfah­run­gen aus Ame­ri­ka sind und dass es gut sein kann, dass du es viel­leicht anders siehst. In die­sem Fall wür­de ich mich freu­en, wenn du mir schrei­ben wür­dest, dann kön­nen wir uns aus­tau­schen. Außer­dem sind das nur weni­ge der vie­len Unter­schie­de, die es zwi­schen der ame­ri­ka­ni­schen und der deut­schen Kul­tur gibt. Wenn du wel­che ergän­zen möch­test, schreib mir ger­ne in die Kom­men­ta­re.

Bei­trags­bild von Unsplash.com

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