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Venedig — eine Stadt mit vielen Inseln

Von Michelle N.

Hey guys

Bevor ich aufs eigent­li­che The­ma ein­ge­he, ein biss­chen was über mich. Ich hei­ße Michel­le und bin 15 Jah­re alt. Mit mei­ner Fami­lie woh­ne ich in der Gegend von Stutt­gart.
War­um ihr über­haupt etwas von mir hier lesen könnt? Ganz ein­fach, weil ich dank einem Work­shop der Jugend­stif­tung Baden-Würt­tem­berg einen Blog­bei­trag gestal­ten durf­te. Blog­ging-Kur­se fin­den regel­mä­ßig statt, also hal­tet die Augen offen, falls ihr auch mal teil­neh­men wollte.

Viel­leicht fragt ihr euch nun aber, war­um es bei mir aus­ge­rech­net ein Post über eine Rei­se nach Vene­dig wur­de? Coro­na hat das Wel­ten­bum­meln in letz­ter Zeit sehr schwer gemacht und des­halb erzäh­le ich hier von mei­nem Urlaub in Caor­le (klei­nes Dorf bei Vene­dig). Dabei hat mich die­se Stadt wirk­lich verzaubert. 

Ich habe mich schon lan­ge zu Ita­li­en hin­ge­zo­gen gefühlt und der Auf­ent­halt dort hat bestä­tigt, dass ich das Land lie­be. Allein die alte Archi­tek­tur in den engen Gas­sen ließ mein Herz höher sprin­gen. Doch auch der Klei­dungs­stil der Men­schen ist sehr schick, aber nie over­dres­sed. Ich hat­te gar kei­ne Lust mehr zurück nach Deutsch­land zu gehen. Aber bil­det euch doch auch euer eige­nes Bild bei einem Besuch dort, es wird es auf jeden Fall wert sein!

Facts, facts, facts

Zunächst ein paar Fak­ten über die alte Stadt auf dem Was­ser. Vene­dig ist die Haupt­stadt von Vene­ti­en, eine Regi­on in Nord­ita­li­en, und erstreckt sich über mehr als 100 klei­ne Inseln in einer Adria-Lagu­ne auf einer Flä­che von 414,6 km². Mehr als die Hälf­te der Flä­che ist nur Was­ser. Die Stadt hat 260.520 Bewoh­ner, unge­fähr so vie­le wie Wies­ba­den in Deutschland. 

Seit dem 16. Jahr­hun­dert ist Vene­dig durch sei­ne Lage eine der größ­ten und wich­tigs­ten Han­dels­städ­te Ita­li­ens. Doch auch der Tou­ris­mus boomt hier. Vor allem das Stadt­bild Vene­digs lässt einen ins Stau­nen gera­ten. Seit 1987 steht Vene­dig inklu­si­ve der Lagu­ne sogar auf der UNESCO-Lis­te des Welt­kul­tur­er­bes.  

Touris hier und dort

Die Alt­stadt Vene­zi­as ist immer voll mit Tou­ris­ten, die mit Fäh­ren vom Fest­land aus allen mög­li­chen Gegen­den her­fah­ren. In der Nähe des Mar­kus­plat­zes kom­men alle zusam­men und ver­tei­len sich nur dürf­tig durch Tou­ren und ande­re Ange­bo­te auf den gan­zen Inseln. Die bekann­ten Plät­ze wie der Mar­kus­platz beim Mar­kus­dom, Dogen­pa­last und Rial­to­brü­cke sind immer voll. Aber sie sind auch wirk­lich sehenswert.

Häu­ser­fas­sa­de und Kanal beim Metro­pol-Hotel in Vene­dig (Bild von Michelle).

Wer kei­ne Lust auf Men­schen­men­gen hat, kann rechts oder links in einen klei­ne­ren Kanal abbie­gen und ein­fach mal sel­ber die Stadt erkun­den. Schon hast du neue schö­ne Plät­ze ent­deckt, die die meis­ten nie sehen. Du kannst dich dort auch schnell ver­lau­fen, doch mit einer Kar­te und ein biss­chen Fra­gen kommt man am Ende immer ans Ziel. 

So haben wir es auch gemacht. Unser Plan war ein­mal durch die gan­ze Alt­stadt durch zu gehen, doch da haben wir uns ganz schön ver­schätzt. Weil man nicht ein­fach gera­de­aus gehen kann, über vie­le Brü­cken, durch klei­ne Gas­sen, die kaum brei­ter sind als man selbst und zudem vie­le ande­re Tou­ris unter­wegs sind, kommt man nicht beson­ders schnell vor­an. Doch wir sind dafür an eini­gen alten Gebäu­den vor­bei­ge­kom­men, deren Fas­sa­den schon abbrö­ckeln oder an Tür­men, die schie­fer waren als der schie­fe Turm von Pisa. Doch gera­de das Unper­fek­te erzeugt ein unver­gess­li­ches Flair. Und lässt einen durch die Pracht und die Stand­fes­tig­keit der anti­ken Gebäu­de zur Ruhe kommen.

Ein Aus­flug den ihr euch aber nie­mals ent­ge­hen las­sen soll­tet, ist die Besich­ti­gung von Mura­no, Bura­no und Tor­cel­lo. Das sind drei klei­ne­re Inseln, die vol­ler bun­ter Häu­ser sind. Eins bun­ter als das ande­re, wie eine Packung vol­ler Smar­ties. Glas­bläs­ser-Manu­fak­tu­ren, Kathe­dra­len und schie­fe Tür­me sind dort auch zu fin­den. Die­se bun­te Viel­falt ist so fas­zi­nie­rend, weil es im Ver­gleich zu unse­ren deut­schen Häu­sern extrem far­ben­froh und leben­dig ist. Ich lie­be es. ♥

Ein paar Bil­der vom Aus­flug (Bil­der von Michelle).

Mehr als einen Ausflug wert

Die Umge­bung Vene­digs ist genau­so schön und inter­es­sant wie die Stadt selbst. In einem Jahr Vene­dig — oder für die Ita­lie­ner unter euch: Vene­zia ‑kann man vor allem die neue Kul­tur ken­nen­ler­nen. Das Leben dort ist nicht so hek­tisch wie bei uns in Deutsch­land und es wird noch immer viel von Hand und mit viel Lie­be gemacht. 

Vor allem das selbst­ge­mach­te Eis dort schmeckt unfass­bar gut; viel aro­ma­ti­scher als hier. Ich konn­te z.B. rich­tig die Scho­ko­la­de schme­cken, als wür­de man an einer kal­ten Tafel Scho­ko­la­de lecken. 

Da vie­le Ita­lie­ner nicht all­zu ver­traut mit der eng­li­schen Spra­che sind, wird man mit der Zeit auch anfan­gen müs­sen, Ita­lie­nisch zu ler­nen. Eine der schöns­ten Spra­chen der Welt, wie ich finde. 

Direkt in der Alt­stadt sind die Woh­nung aber oft sehr klein und nur mit einer Gon­del zu errei­chen. Das kann den All­tag viel­leicht ein wenig erschwe­ren. Aber hey, was wäre ein Aus­lands­auf­ent­halt ohne etwas Abenteuer?! 

Das war­me Kli­ma Ita­li­ens ist sehr ange­nehm. Die Men­schen sind höf­lich und gut gelaunt. Ich habe nie­man­den getrof­fen, der mir nicht wei­ter­hel­fen konn­te oder kei­ne Idee hat­te, wer wie mit­hel­fen könn­te. Und ich muss­te eini­ge Men­schen um Hil­fe bit­ten, da ich der Pfad­fin­der unse­rer Fami­lie war, dabei aber lei­der nicht die bes­te Ori­en­tie­rung habe. Mein Plan war ein­fach die Gegend zu erkun­den, ganz egal wo wir raus­kom­men. Denn schließ­lich füh­ren ja alle Wege nach Rom… äh, ich mei­ne auch wie­der zurück. 

Ich bin auf jeden Fall der Mei­nung, dass Vene­dig einen Aus­land­auf­ent­halt wert ist! Die Stadt ist sehr sehens­wert, da es an jeder Ecke etwas zu ent­de­cken gibt und das Erkun­den der Stadt ein­fach frei Schnau­ze den Auf­ent­halt tou­ris­ten­ar­mer gestal­ten kann. Denn die meis­ten Tou­ris­ten haben alle die glei­che Rou­te durch die Stadt. Wer sich abseits die­ser aus­ge­tre­te­nen Wege traut, sieht viel mehr und macht einen Bogen um den größ­ten Touristen-Andrang. 

Das waren mei­ne Tipps für Vene­dig: arrivederci!

Bei­trags­bild von Unsplash.com

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