Autor: sprung-ins-ausland

Egoismus im Massenverkehr: Mein Weg zur Uni

Der Ver­kehr in São Pau­lo ist ein Aben­teu­er. Zu den Haupt­ver­kehrs­zei­ten sind vie­le Bra­si­lia­ner oft stun­den­lang unter­wegs, um zur Arbeit zu kom­men. Im letz­ten Semes­ter blieb Lau­ra vom Ver­kehrs­cha­os ver­schont. Jetzt erlebt sie am eige­nen Leib, wie ner­ven­zer­rei­bend das täg­li­che Pen­deln in die Metro­po­le sein kann.

Was kostet das Leben auf den Philippinen?

Ein Mit­tag­essen für einen Euro? In Deutsch­land kaum mach­bar, es sei denn, man ist nach einem Ham­bur­ger bei McDo­nalds schon satt. Hier in Iloi­lo kann man für einen Euro ein durch­aus gutes Mit­tag­essen bekom­men. Natür­lich nur auf Street-Food-Basis, aber das ist mei­ner Mei­nung nach sowie­so das ein­zi­ge wah­re Essen hier.

Projekt Gemüsegarten

Zur Pflicht­auf­ga­be eines jeden welt­­wärts-Frei­wil­­li­gen gehört es, ein eige­nes (mög­lichst nach­hal­ti­ges) Pro­jekt zu orga­ni­sie­ren und durch­zu­füh­ren – am bes­ten noch in Koope­ra­ti­on mit den Men­schen vor Ort. Caro und ich haben es uns zum Ziel genom­men, den alten, lei­der in Ver­wahr­lo­sung gera­te­nen Gemü­se­gar­ten von Good She­pherd wie­der­zu­be­le­ben, zusam­men mit den Eltern der Kin­der, die eine Schul­pa­ten­schaft erhal­ten und die letzt­end­lich zusam­men mit ihren Fami­li­en zu den Pro­fi­tie­ren­den des Pro­jekts gehö­ren sol­len. Auf dem zur müll­frei­en Zone erklär­ten Are­al sol­len schon bald haupt­säch­lich Malun­­gay-Blät­­ter – eine belieb­te Zutat in Sup­pen und Fisch­spei­sen – Zitro­nen­gras und grü­ne Papa­yas sprie­ßen; aber auch Bana­­nen-, Pla­­ti­­nen- und Kokos­pal­men sind dort von Natur aus schon zu fin­den Bevor die Eltern des soge­nann­ten Out­­re­ach-Pro­­gramms mit uns zusam­men aber das Pflan­zen star­ten konn­ten, war erst ein­mal eine groß­flä­chi­ge Säu­be­rung und Aus­gra­sung des Gelän­des nötig. Auch das Pro­blem der Was­ser­ver­sor­gung in der Tro­cken­zeit, an dem der Gar­ten in der Ver­gan­gen­heit geschei­tert ist, muss­te gelöst wer­den. Dazu haben wir alle Eltern, die zu unse­rer Über­ra­schung trotz Regen am Vor­mit­tag (der die Fili­pi­nos nor­ma­ler­wei­se dazu ver­an­lasst, …

Heimweh

Immer nur zu schrei­ben, wie gut es mir geht und wie toll es hier ist, wäre nicht wirk­lich ehr­lich. Zwar bin ich von den meis­ten Sachen hier posi­tiv über­rascht, trotz allem ist es wirk­lich schwie­rig, plötz­lich allei­ne in einem ande­ren Land auf sich gestellt zu sein. Dem­entspre­chend hier eine klei­ne aber ehr­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit Heim­weh, wohl wis­send, dass mich in Deutsch­land das Fern­weh pla­gen wür­de.

Kulturschock — Ruhig bleiben!

Ich weiß, jede Kul­tur hat ihre eige­nen Sicht­wei­sen und Eigen­schaf­ten, aber die­se hier sind wirk­lich schwer nach­zu­voll­zie­hen. Jeden­falls für mich. Aber von vor­ne. Das Alten­heim Asi­lo de Molo ist sehr berühmt und zwar heißt es, man „füh­le Gott“, wenn man das Gelän­de betritt. Okay, wer gläu­big ist, soll­te jetzt bes­ser nicht wei­ter­le­sen. Die nächs­ten Zei­len sind nur mei­ne ganz per­sön­li­che Sicht­wei­se. Ich möch­te nie­man­den in sei­nem Glau­ben ver­letz­ten oder Ähn­li­ches. Die­se Geschich­te wird mir gefühlt jeden Tag erzählt: Eines Tages kam ein klei­ner 4 –jäh­ri­ger Jun­ge mit sei­ner Mama nach Asi­lo. Er fing plötz­lich an zu wei­nen, als er das Gelän­de betrat. Es gab erst­mal kei­nen wirk­li­chen Grund, war­um das Kind so plötz­lich ange­fan­gen hat­te zu wei­nen. Sofort ging man davon aus, dass der Jun­ge beim Betre­ten von Asi­lo etwas gefühlt haben muss, er muss Gott in sei­nem Kör­per gespürt haben. Jah­re spä­ter hat die­ser Jun­ge wie­der Asi­lo betre­ten und konn­te sich uhr­plötz­lich wie­der dar­an erin­nern. Dies hat er dann einer Non­ne erzählt und seit­dem lebt Gott in Asi­lo, so sagt man. So. Und die­se …