Autor: Sprung-ins-Ausland

Was will sie essen?

Wenn man an Bra­si­li­en denkt, fal­len einem wahr­schein­lich Traum­strän­de ein, der far­ben­fro­he Kar­ne­val, aber auch Pro­ble­me mit Gewalt und Armut. Lau­ra macht in die­sem Bei­trag auf einen wei­te­ren Miss­stand auf­merk­sam: Die Behand­lung von Frau­en in der bra­si­lia­ni­schen Gesell­schaft.

Mein Mid-Term Seminar

Semi­na­re gehö­ren zu Frei­wil­li­gen­diens­ten genau­so wie die eigent­li­che Arbeit. Für Lui­sa war es nun Zeit, nach der Hälf­te ihres Diens­tes zu reflek­tie­ren: Was war gut, und wie will ich mei­ne ver­blei­ben­de Zeit nut­zen? Huch, ist wirk­lich die Hälf­te mei­ner Zeit hier vor­bei? Jap, um genau zu sein, hat die zwei­te Hälf­te am 14.02.19 ange­fan­gen (am Valen­tins­tag). Da ich mit Eras­mus+ unter­wegs bin, ist ein Zwi­schense­mi­nar Pflicht. Im Okto­ber hat­te ich schon mein On-Arri­val Semi­nar (Ankom­mens­se­mi­nar) und mit den glei­chen Leu­ten wie beim On-Arri­val haben wir uns für vier Tage in Trenči­ans­ke Tepli­ce getrof­fen. Einer schö­nen Stadt, die für ihre gute Mine­ral­quel­len bekannt ist. Um ehr­lich zu sein hat­te ich zunächst nicht so viel Lust dar­auf, weil es viel bei der Arbeit zu tun gibt und ich erst den Sinn von dem Semi­nar nicht ver­stan­den habe. Aber ich wur­de im Nach­hin­ein posi­tiv über­rascht. Die Stim­mung unter uns Frei­wil­li­gen war von Anfang an gut und gelöst und wir haben den ers­ten Abend in einer lus­ti­gen Bar ver­bracht. Am Frei­tag haben wir unse­re Arbeit noch­mal grob vor­ge­stellt und …

Warum Japaner Berge anzünden

Japan ist ein­fach… ein­fach anders. Einen Berg anzün­den ist Brand­stif­tung? Ach was, lasst uns lie­ber vie­le Leu­te ver­sam­meln, ein Feu­er­werk vor­ne­dran­hän­gen und ein rie­si­ges Fest draus machen! Ich prä­sen­tie­re: Yama­ya­ki in Nara Im japa­ni­schen bedeu­tet Yama (山) gleich Berg und Yaki (焼き) soviel wie Bra­ten, Rös­ten oder auch Bren­nen. Yaki fin­det sich oft in Kom­bi­na­ti­on mit Essen. Yaki­to­ri ist zum Bei­spiel gegrill­tes Geflü­gel und ein Yama­ya­ki eben ein „gegrill­ter“ Berg lol. Bei mei­ner Recher­che nach wei­te­ren Yama­ya­kis muss­te ich fest­stel­len, dass das Yama­ya­ki in Nara tat­säch­lich das ein­zi­ge in Japan zu sein scheint. Komi­scher­wei­se kann aber jeder mit dem Begriff Yama­ya­ki was anfan­gen, ohne das Fest in Nara wirk­lich zu ken­nen. Wahr­schein­lich waren Yama­ya­kis frü­her öfters ver­brei­tet in Ver­bin­dung mit reli­giö­sen Ritua­len oder ähn­li­ches von Schrei­nen und Tem­peln. Ursprung Schon seit hun­der­ten Jah­ren sind bis heu­te die zwei umlie­gen­den Tem­pel, der Todai­ji- und der Kofu­ku­ji-Tem­­pel, und der Kasu­­ga-Schrein an der Zere­mo­nie betei­ligt. Woher die Yama­ya­ki-Zere­­mo­­nie aber stammt, weiß kei­ner ganz genau. Eine Theo­rie besagt, dass sich die anlie­gen­den Tem­pel um Land gestrit­ten haben und das …

Zeit für Träume!

Ein Wunsch von mir war es, in den elf Mona­ten Snow­board fah­ren zu ler­nen. Die Vor­aus­set­zun­gen sind sehr gut, denn wir haben in Dol­ny Kubin direkt ein Ski­ge­biet und genug Schnee liegt ja auch (20–30 cm in der Stadt). Letz­ten Sams­tag ging dann die­ser Traum in Erfül­lung. Ich konn­te mit einer Fami­lie und Freun­den zum Ski­fah­ren (ist ja fast wie Snow­board fah­ren). Ich war vor­her noch nie Ski­fah­ren, des­halb war es für mich beson­ders span­nend. Nach ein paar „Tro­cken­übun­gen“ im „fla­chen“ Gelän­de ging es dann mit einem Seil­bahn­lift hoch zum ein­fachs­tem Hügel. Die ers­ten Ver­su­che waren ziem­lich schwie­rig und hat eini­ges an Über­win­dung und Stür­zen gekos­tet. Aber mei­ne Leu­te waren sehr gedul­dig mit mir und haben mir öfters Tipps gege­ben. Zwi­schen­drin hat sich mein Ski vom Schuh gelöst und es hat ewig gedau­ert, bis er wie­der drin war. Stolz wie ein Oskar, war ich nach einer hal­ben Stun­de unten. Nach wei­te­ren Run­den fühl­te ich mich schon viel siche­rer und alle waren ziem­lich über­rascht, wie „gut“ ich das konn­te. So gute Resul­ta­te hät­te ich nach dem …

Oshogatsu: Mein japanisches Neujahr

Die Vor­sät­ze für das neue Jahr ste­hen, die Cham­pa­gner­glä­ser sind gefüllt und das Feu­er­werk ist start­klar. Der Count­down beginnt: 3…2…1… ABER nicht in Japan. Okay, der Count­down wird hier auch erwar­tet; aber gefei­ert wird hier trotz­dem anders! Mein Sil­ves­ter hier in Japan war die­ses Jahr ohne bun­tes Feu­er­werk und dicke Coun­t­down-Par­­ty, statt­des­sen gefüllt mit ganz viel japa­ni­scher Kul­tur. Anders als in west­li­chen Län­dern ist Neu­jahr und Sil­ves­ter hier ein Fami­li­en­fest. Man fei­ert nicht wirk­lich mit Freun­den, son­dern die gan­ze Fami­lie ver­sam­melt sich, ver­bringt gemein­sam Zeit und isst tra­di­tio­nell. Dafür neh­men sich die Geschäfts­leu­te aus gro­ßen Städ­ten wie Tokyo und Osa­ka extra frei, um sich mit der gan­zen Fami­lie zu ver­sam­meln. Im Prin­zip hat hier das Neu­jahr einen ähn­li­chen Stel­len­wert wie Weih­nach­ten in Deutsch­land. Das japa­ni­sche Neu­jahrs­ge­richt wird Ose­chi (お節料理) genannt und beinhal­tet vie­le tra­di­tio­nel­le Gerich­te wie gedämpf­te Fisch­pas­te, schwar­ze Boh­nen, Sashi­mi und vie­les mehr. Neben dem Ose­chi wird auch zur Neu­jahrs­zeit viel Mochi (japa­ni­scher Reis­ku­chen) zube­rei­tet und geges­sen. In mei­nem Alten­heim hat­te ich das Glück, sel­ber Mochi her­stel­len zu dür­fen! Zwi­schen dem 1.–3. Janu­ar fin­det …