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Golden Week, Hitchhike Week!

Zwar woh­ne und arbei­te ich in der Nähe Osakas, den­noch zieht es mich doch öfters nach Hiro­shi­ma, als erwar­tet. Wäh­rend der soge­nann­ten „Gol­den Week“ bin ich wie­der ein biss­chen durch Japan her­um­ge­reist und schließ­lich beim Flower Fes­ti­val in Hiro­shi­ma gelan­det! Eine Woche vol­ler Gold? Eine Gol­de­ne Woche?! Für die Japa­ner sind die 7–10 Tage, die die Gol­den Week umfas­sen tat­säch­lich Gold wert. Die Gol­den Week bedeu­tet näm­lich für vie­le Japa­ner Pau­se und Urlaub, denn die ca. 7 Tage bestehen zum Groß­teil aus gesetz­li­chen Fei­er­ta­gen. Japa­ner arbei­ten sehr viel und neh­men sich grund­sätz­lich kei­nen Urlaub. Die Gol­den Week bie­tet für vie­le sozu­sa­gen die ein­zi­ge Mög­lich­keit mit Fami­lie oder Freun­den für eine län­ge­re Zeit zu ver­rei­sen als nur für ein, zwei Tage. Auch ich bekam für die Gol­den Week frei und kom­bi­niert mit mei­nen nor­ma­len frei­en Tagen am Sams­tag und Sonn­tag bekam ich 10 Tage frei (ohne davon etwas von mei­nen nor­ma­len ca. 30 frei­en Tagen abge­zo­gen zu bekom­men 🙂 ). Da die Gol­den Week für ganz Japan zeit­gleich ist, sind belieb­te Urlaubs­or­te, die gro­ßen Städ­te, über­füllt …

Warum Hiroshima mehr als nur eine Stadt ist

Ein zwei­tes Mal bin ich nun in Hiro­shi­ma, um an mei­nem Zwi­schense­mi­nar teil­zu­neh­men. Dabei ging es nicht nur um uns Frei­wil­li­ge und unse­ren Dienst, son­dern auch viel um die Stadt Hiro­shi­ma und ihre Bedeu­tung. Ein hal­bes Jahr ist nun vor­bei, seit­dem ich hier in Japan mei­ne Frei­wil­li­gen­dienst ange­fan­gen und das Land ken­nen­ge­lernt habe. Umso mehr habe ich mich drauf gefreut, end­lich alle ande­ren Mit­frei­wil­li­gen in Hiro­shi­ma beim Zwi­schense­mi­nar zu tref­fen und gemein­sam über das ver­gan­ge­ne letz­te hal­be Jahr zu spre­chen (ich kam übri­gens zu spät :D). Das Semi­nar, wel­ches vom 4.–13. März ging, konn­te man in drei Schwer­punk­te unter­tei­len: Reflek­ti­on Frie­dens­ar­beit und Geschich­te Hiro­shi­mas Offi­zi­el­le Besu­che bei der Stadt und Exkur­sio­nen Die­ser Blog­ein­trag soll kurz über das The­ma 2 und die Stadt han­deln, bezie­hungs­wei­se soll die­ser Blog­bei­trag ein Ver­such von mir sein, ein paar mei­ner Gedan­ken, die mir wäh­rend des Semi­nars in Bezug zu Hiro­shi­ma auf­ge­kom­men sind, mit euch zu tei­len: Am Mor­gen des 6. August 1945 wur­de im Krieg die ers­te Atom­bom­be über Hiro­shi­ma zum Ein­satz gebracht. 80% der Innen­stadt wur­de von der Druck­wel­le …

Warum Japaner Berge anzünden

Japan ist ein­fach… ein­fach anders. Einen Berg anzün­den ist Brand­stif­tung? Ach was, lasst uns lie­ber vie­le Leu­te ver­sam­meln, ein Feu­er­werk vor­ne­dran­hän­gen und ein rie­si­ges Fest draus machen! Ich prä­sen­tie­re: Yama­ya­ki in Nara Im japa­ni­schen bedeu­tet Yama (山) gleich Berg und Yaki (焼き) soviel wie Bra­ten, Rös­ten oder auch Bren­nen. Yaki fin­det sich oft in Kom­bi­na­ti­on mit Essen. Yaki­to­ri ist zum Bei­spiel gegrill­tes Geflü­gel und ein Yama­ya­ki eben ein „gegrill­ter“ Berg lol. Bei mei­ner Recher­che nach wei­te­ren Yama­ya­kis muss­te ich fest­stel­len, dass das Yama­ya­ki in Nara tat­säch­lich das ein­zi­ge in Japan zu sein scheint. Komi­scher­wei­se kann aber jeder mit dem Begriff Yama­ya­ki was anfan­gen, ohne das Fest in Nara wirk­lich zu ken­nen. Wahr­schein­lich waren Yama­ya­kis frü­her öfters ver­brei­tet in Ver­bin­dung mit reli­giö­sen Ritua­len oder ähn­li­ches von Schrei­nen und Tem­peln. Ursprung Schon seit hun­der­ten Jah­ren sind bis heu­te die zwei umlie­gen­den Tem­pel, der Todai­ji- und der Kofu­ku­ji-Tem­­pel, und der Kasu­­ga-Schrein an der Zere­mo­nie betei­ligt. Woher die Yama­ya­ki-Zere­­mo­­nie aber stammt, weiß kei­ner ganz genau. Eine Theo­rie besagt, dass sich die anlie­gen­den Tem­pel um Land gestrit­ten haben und das …

Oshogatsu: Mein japanisches Neujahr

Die Vor­sät­ze für das neue Jahr ste­hen, die Cham­pa­gner­glä­ser sind gefüllt und das Feu­er­werk ist start­klar. Der Count­down beginnt: 3…2…1… ABER nicht in Japan. Okay, der Count­down wird hier auch erwar­tet; aber gefei­ert wird hier trotz­dem anders! Mein Sil­ves­ter hier in Japan war die­ses Jahr ohne bun­tes Feu­er­werk und dicke Coun­t­down-Par­­ty, statt­des­sen gefüllt mit ganz viel japa­ni­scher Kul­tur. Anders als in west­li­chen Län­dern ist Neu­jahr und Sil­ves­ter hier ein Fami­li­en­fest. Man fei­ert nicht wirk­lich mit Freun­den, son­dern die gan­ze Fami­lie ver­sam­melt sich, ver­bringt gemein­sam Zeit und isst tra­di­tio­nell. Dafür neh­men sich die Geschäfts­leu­te aus gro­ßen Städ­ten wie Tokyo und Osa­ka extra frei, um sich mit der gan­zen Fami­lie zu ver­sam­meln. Im Prin­zip hat hier das Neu­jahr einen ähn­li­chen Stel­len­wert wie Weih­nach­ten in Deutsch­land. Das japa­ni­sche Neu­jahrs­ge­richt wird Ose­chi (お節料理) genannt und beinhal­tet vie­le tra­di­tio­nel­le Gerich­te wie gedämpf­te Fisch­pas­te, schwar­ze Boh­nen, Sashi­mi und vie­les mehr. Neben dem Ose­chi wird auch zur Neu­jahrs­zeit viel Mochi (japa­ni­scher Reis­ku­chen) zube­rei­tet und geges­sen. In mei­nem Alten­heim hat­te ich das Glück, sel­ber Mochi her­stel­len zu dür­fen! Zwi­schen dem 1.–3. Janu­ar fin­det …

Per Anhalter nach Hiroshima

Rei­sen inner­halb Japans ist nicht wirk­lich bil­lig und beson­ders bei einem Frei­wil­li­gen­dienst mit über­schau­ba­rem Gehalt muss man zusätz­lich auf sei­ne Aus­ga­ben ach­ten. Den­noch soll­te man die Chan­ce nut­zen, so viel wie mög­lich von dem Land zu sehen, denn dafür ist man ja auch schließ­lich gekom­men! Aber wie? Der Shink­an­sen (der japa­ni­sche Schnell­zug) von Osa­ka nach Tokyo kos­tet ein biss­chen mehr als 100€ pro Stre­cke. Die bil­li­ge­re Fern­bus-Vari­an­­te wirbt zwar damit, viel güns­ti­ger zu sein, aber loh­nens­wer­ter ist es nicht, wenn man die Fahr­zei­ten mit ein­be­rech­net. Wenn man schon bereit ist, ein biss­chen weni­ger zu zah­len für eine lan­ge Fahrt­zeit, war­um dann nicht gleich NICHTS zah­len für noch biss­chen mehr Fahrt­zeit? 🙂 Genau rich­tig, ich spre­che vom Hitch­hi­king in Japan! Mit einer Freun­din zusam­men bin ich von Osa­ka nach Hiro­shi­ma per Anhal­ter gefah­ren. Dies hät­te aber nicht geklappt, wenn wir nicht viel Recher­che betrie­ben und Vide­os zu dem The­ma geguckt hät­ten. Des­we­gen erklä­re ich euch hier erst­mal die Basics, wie man denn hier zu hitch­hi­ken hat: Hitch­hi­king in Japan 1. Wie geht das? Wer hitch­hi­ken möch­te, muss …