Alle Artikel in: Madita auf den Philippinen

Was kostet das Leben auf den Philippinen?

Ein Mit­tag­essen für einen Euro? In Deutsch­land kaum mach­bar, es sei denn, man ist nach einem Ham­bur­ger bei McDo­nalds schon satt. Hier in Iloi­lo kann man für einen Euro ein durch­aus gutes Mit­tag­essen bekom­men. Natür­lich nur auf Street-Food-Basis, aber das ist mei­ner Mei­nung nach sowie­so das ein­zi­ge wah­re Essen hier.

Auf in neue Abenteuer

Ron­ja und ich haben am 27.12.2018 unse­ren lang ersehn­ten Urlaub nach Pala­wan ange­tre­ten. Der Flug von Iloi­lo nach Puer­to Princes­sa hat nur knapp 30 Minu­ten gedau­ert und unser Aben­teu­er soll­te begin­nen. Direkt als wir ange­kom­men sind, haben wir in unse­rem Hotel Voi Vlu´s ein­ge­checkt. Unser „Zim­mer“ ist eine eige­ne Bam­bus­hüt­te und wir sind sehr stolz über unse­re Wahl. Nach einer klei­nen Stadt­er­kun­dung haben wir uns dann Tickets für den Under­ground River besorgt und spon­tan auch noch eine Glüh­wür­m­chen-Tour am Abend dazu gebucht. Lei­der war die Glüh­wür­m­chen-Tour am Abend nicht so roman­tisch und schön wie sie sich anhört und wie wir sie uns vor­ge­stellt hat­ten. Das kom­plet­te Gelän­de war mit Tou­ris­ten gefüllt und dem­entspre­chend lan­ge waren dann auch die War­te­zei­ten, um auf das klei­ne Kanu zu kom­men. Bei der Tour selbst wur­den uns dann Ster­nen­bil­der erklärt und gezeigt. An sich – als wir wirk­lich auf dem Boot saßen – war es wirk­lich schön. Lei­der durf­ten wir aber kei­ne Fotos mit Blitz machen, daher sind die weni­gen Fotos ohne Blitz nichts gewor­den und ich kann die­sen schö­nen …

Neue Freunde gefunden

Freun­de fin­den auf den Phil­ip­pi­nen: dar­um geht es heu­te. Im Grun­de habe ich über­haupt nicht erwar­tet, phil­ip­pi­ni­sche neue Freun­de zu fin­den. Ich hat­te nur gehofft, Leu­te zu fin­den, mit denen ich gut aus­kom­me. Leu­te, die mir ein biss­chen die Stadt zei­gen. Aber im Grun­de habe ich schon seit mei­ner ers­ten Woche zwei sehr tol­le Freun­de gefun­den. Zwei Freun­de, die ich nicht so schnell ver­ges­sen wer­de: Lin­da und Men­ard. Die bei­den sind Soci­al Worker Stu­den­ten in Asi­lo und müs­sen, um ihren Abschluss zu bekom­men, in einer sozia­len Ein­rich­tung Stun­den ableis­ten. Die bei­den haben noch nie mit alten Men­schen gear­bei­tet und waren auch anfangs nicht so glück­lich dar­über, sechs Mona­te mit alten Men­schen arbei­ten zu müs­sen. Doch dadurch haben wir uns immer­hin ken­nen­ge­lernt 😀 Die bei­den sind eine sehr gro­ße Hil­fe und Stüt­ze hier für mich. Nicht nur, dass die bei­den mir sehr gute Bars zei­gen 😀 Nein, sie hel­fen mir so sehr dabei, mich immer wie­der posi­tiv zu stim­men. Men­ard frag­te mich mal vor eini­ger Zeit, was mein gro­ßes Lebens­ziel ist und ich ant­wor­te­te: posi­tiv wer­den. …

Kulturschock — Ruhig bleiben!

Ich weiß, jede Kul­tur hat ihre eige­nen Sicht­wei­sen und Eigen­schaf­ten, aber die­se hier sind wirk­lich schwer nach­zu­voll­zie­hen. Jeden­falls für mich. Aber von vor­ne. Das Alten­heim Asi­lo de Molo ist sehr berühmt und zwar heißt es, man „füh­le Gott“, wenn man das Gelän­de betritt. Okay, wer gläu­big ist, soll­te jetzt bes­ser nicht wei­ter­le­sen. Die nächs­ten Zei­len sind nur mei­ne ganz per­sön­li­che Sicht­wei­se. Ich möch­te nie­man­den in sei­nem Glau­ben ver­letz­ten oder Ähn­li­ches. Die­se Geschich­te wird mir gefühlt jeden Tag erzählt: Eines Tages kam ein klei­ner 4 –jäh­ri­ger Jun­ge mit sei­ner Mama nach Asi­lo. Er fing plötz­lich an zu wei­nen, als er das Gelän­de betrat. Es gab erst­mal kei­nen wirk­li­chen Grund, war­um das Kind so plötz­lich ange­fan­gen hat­te zu wei­nen. Sofort ging man davon aus, dass der Jun­ge beim Betre­ten von Asi­lo etwas gefühlt haben muss, er muss Gott in sei­nem Kör­per gespürt haben. Jah­re spä­ter hat die­ser Jun­ge wie­der Asi­lo betre­ten und konn­te sich uhr­plötz­lich wie­der dar­an erin­nern. Dies hat er dann einer Non­ne erzählt und seit­dem lebt Gott in Asi­lo, so sagt man. So. Und die­se …

Lerne das WLAN zu schätzen!

Das ist eine Sache, die mich hier echt stört: die lang­sa­me Inter­net­ver­bin­dung. Ich bin rela­tiv wenig im Inter­net unter­wegs — zumin­dest bin ich hier dar­auf ange­wie­sen, mei­nen Inter­net Kon­sum auf ein Mini­mum run­ter­zu­schrau­ben. Für mein Han­dy habe ich eine neue SIM-Kar­­te und lade mir alle 7 Tage 2GB Inter­net drauf. Man denkt sich, 2 GB sind viel, aber wenn man kein zusätz­li­ches WLAN hat, ist das wie­der­um sehr wenig. Vor allem, wenn man neben­bei einen Blog wei­ter­füh­ren will und vie­le E-Mails schrei­ben muss, ist die gan­ze Situa­ti­on ziem­lich ner­ven­auf­rei­bend. Mitt­ler­wei­le nut­ze ich das haus­in­ter­ne WLAN, wel­ches nur im Office funk­tio­niert, gar nicht mehr. Ich habe es nach eini­gen Tagen auf­ge­ge­ben und nut­ze die meis­te Zeit mei­nen Hot­spot vom Han­dy. Das ist wesent­lich schnel­ler. Aber, eines lernt man dadurch durch­aus: Leben OHNE Net­flix oder Ama­zon Prime. Daher habe ich mir auch zum Ziel gesetzt, das kom­plet­te Jahr ohne die­se Platt­for­men aus­zu­kom­men. Ist jetzt auch nicht sooooo schwer, wenn man es eh nicht nut­zen kann. Bis jetzt fällt es mir sehr leicht, da ich abends eh viel …

Die Hupe muss funktionieren

Das Stra­­ßen-Sys­­­tem. Ein so schö­nes The­ma; in Deutsch­land ist alles von unten bis oben gere­gelt. Es gibt Regeln und ein Sys­tem. Außer­dem haben wir Füh­rer­schei­ne, die man nur mit viel Fleiß erhält. In Iloi­lo gibt es kaum Ampeln, kei­ne Regeln und auch kei­ne Füh­rer­schei­ne so wie wir sie ken­nen. Die Füh­rer­schei­ne wer­den in den meis­ten Fäl­len „gekauft“. Man muss wohl auch zwei Prü­fun­gen able­gen so wie in Deutsch­land, aber man kann wohl Leu­te bezah­len, die dann für einen die Prü­fun­gen able­gen. Von den Ampeln hier bin ich wirk­lich begeis­tert. Sie zei­gen an, wie lan­ge es noch dau­ert, bis sie wie­der rot oder wie­der grün wer­den. Nur lei­der gibt es viel zu weni­ge davon! Man fin­det sie meis­tens auf gut aus­ge­bau­ten und gro­ßen Stra­ßen. Die Regel hier lau­tet: Wer zuerst hupt, fährt zuerst. Wenn man das ers­te Mal in einem Auto sitzt und die Men­schen vor einem ein­fach über die Stra­ße spa­zie­ren, bekommt man erst­mal einen Herz­in­farkt. Als wir hier ange­kom­men sind, dach­ten wir alle, wir wer­den die Taxi­fahrt zum Hotel nicht über­le­ben. Oder wir wür­den …