Alle Artikel in: Madita auf den Philippinen

Von Bambushäusern zu klimatisierten Apartments

Alle zwei Wochen fin­det ein soge­nann­tes „Vis-dorm “ von Asi­lo aus statt. Was genau das ist, durf­te ich mir letz­ten Sonn­tag angu­cken. Jeden zwei­ten Sonn­tag wird ein Mit­ar­bei­ter von Asi­lo Zuhau­se bei der Fami­lie besucht. Die­se Akti­on hat­te sich das Asi­lo Team aus­ge­dacht, um mög­lichst viel von ihren Kol­le­gen zu erfah­ren und die Hin­ter­grün­de ihres Han­delns bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen. Am letz­ten Sonn­tag waren aus­nahms­wei­se drei Kol­le­gen dran, da alle „rela­tiv“ nah bei­ein­an­der woh­nen. Zwei davon waren Ancil und Sheng, zwei mei­ner nähe­ren Kol­le­gen. Also, die Tour star­te­te in New Luce­na bei Ancil. Ich wür­de mal grob schät­zen, dass die Fahrt 45 Minu­ten gedau­ert hat. Ich war echt posi­tiv über­raschst wie gut das Haus aus­sah. Gleich bei der Ankunft und nach einer gro­ßen Vor­stel­lungs­run­de, ging es los mit dem Beten. Sie brin­gen in jedes Haus die Holy Mary und beten gemein­sam für das Haus und die Fami­lie des Kol­le­gen. Jetzt könnt ihr raten, was danach pas­siert ist… GENAU es gab Snacks. Natür­lich, immer­hin war es ja schon 9 Uhr 😊. Es gab Man­gos aus Ancils …

Ein Deutscher in Iloilo

Vor eini­gen Tagen hat­te ich mal wie­der ein spon­ta­nes Tref­fen mit einem 80-jäh­­ri­gen deut­schen Bekann­ten von mir. Ich ken­ne ihn seit mei­nem zwei­ten Monat hier und er konn­te mir schon oft bei Fra­gen oder klei­ne­ren Pro­ble­men hel­fen. Trotz sei­ner 80 Jah­re ist er ist nach wie vor ein sehr fit­ter, rede­lus­ti­ger Mann. Ich habe immer das Gefühl, dass er mir ger­ne sei­ne gan­ze Lebens­ge­schich­te erzählt, die durch­aus inter­es­sant ist. Frü­her war er Hotel­ma­na­ger, über­all auf der Welt, von Hong Kong bis nach Eng­land. Im Grun­de ist er sein gan­zes Leben lang von einem Job zum nächs­ten gereist. Er hat­te nie einen fes­ten Wohn­sitz und seit sei­nem 20. Lebens­jahr hat er nicht mehr in Deutsch­land gelebt. Nur für Besu­che ist er mal wie­der für kur­ze Zeit zurück­ge­gan­gen. Sein gesam­ter Lebens­stil hat mich sehr inspi­riert. Bei der Fra­ge, ob er irgend­was anders machen wür­de, wenn er sein Leben noch­mal leben könn­te, ver­nein­te er sehr schnell. Er hat zwar gera­de mal eine Ren­te von 300 Euro, da er ja nur in sei­ner Aus­bil­dung und wäh­rend sei­nes Wehr­diens­tes in …

Bacolod oder wie du mich zum Nachdenken gebracht hast

Was für eine gro­ße Chan­ce mir hier gebo­ten wird, ver­ges­se ich lei­der rela­tiv oft. Aber in Momen­ten wo ich mit dem Boot nach Gui­ma­ras oder Baco­lod fah­re, fällt es mir wie­der ein: ich bin an einem der schöns­ten Orte die­ser Welt. Die­se Tat­sa­che ver­ges­se ich lei­der rela­tiv oft, wenn ich mich nur in der Stadt von Iloi­lo auf­hal­te und mich Tag für Tag mit nega­ti­ven Emo­tio­nen voll­stop­fe (natür­lich ist dies ein wenig über­trie­ben). An Tagen wo ich das Meer sehe, erin­ne­re ich mich wie­der und ver­spü­re die größ­ten Glücks­ge­füh­le über­haupt. Es ist schön durch so etwas „Nor­ma­les“ wie eine Boots­fahrt, wie­der so viel neue Kraft und Ener­gie zu tan­ken, aber so ist es nun mal und was gibt es Schö­ne­res als über das offe­ne Meer zu schip­pern und sei­nen Gedan­ken frei­en Lauf zu las­sen? Ich wün­sche sol­che Momen­te könn­te man in einem Glas ein­fan­gen und immer, wenn man nicht die Mög­lich­keit hät­te ans Meer zu fah­ren, wür­de man es öff­nen und den fri­schen Wind vom Meer ein­at­men. Fast so, wie es die Wil­den Hüh­ner mit …