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Das Gesundheitssystem auf den Philippinen

Weni­ges schockt mich so sehr, wie die extre­men Gegen­sät­ze zwi­schen Arm und Reich auf den Phil­ip­pi­nen und wie die­se bei­den Wel­ten in einer Art fried­li­cher Koexis­tenz neben­ein­an­der bestehen und ich mich auf eine komi­sche Art und Wei­se in bei­den bewe­ge. Vor gut einem hal­ben Jahr, also rela­tiv zu Beginn mei­nes Auf­ent­halts, war eines unse­rer Wai­sen­kin­der krank. Sie glüh­te so rich­tig vor Fie­ber, sah schlaff und abge­kämpft aus. Man ver­mu­te­te Den­gue-Fie­ber, eine nicht sel­ten töd­lich enden­de und lei­der sehr häu­fi­ge, von Mücken über­tra­ge­ne, Krank­heit. Sehr besorgt beglei­te­te ich die Sozi­al­ar­bei­te­rin und das Kind ins Kran­ken­haus, auf den Phil­ip­pi­nen ersetzt auf Grund des Ärz­te­man­gels die Not­auf­nah­me den Haus­arzt. Im Kran­ken­haus von Gui­ma­ras küm­mert sich ein ein­zi­ger Arzt um eine Unmen­ge von Pati­en­ten mit allen mög­li­chen Gebre­chen, die oft schon im Mor­gen­grau­en Schlan­ge ste­hen, um ihr Lei­den an die­sem Tag noch begut­ach­tet zu bekom­men. All­ge­mein war ich von den Zustän­den im Kran­ken­haus ein­fach nur scho­ckiert, ich hat­te zwar nicht viel erwar­tet, was ich aber tat­säch­lich vor­ge­fun­den habe, hat jedes Hor­ror­sze­na­rio unter­bo­ten. Unser Wai­sen­kind hat­te zum Glück kein Den­gue, …