Alle Artikel mit dem Schlagwort: Reflexion

Mein Mid-Term Seminar

Semi­na­re gehö­ren zu Frei­wil­li­gen­diens­ten genau­so wie die eigent­li­che Arbeit. Für Lui­sa war es nun Zeit, nach der Hälf­te ihres Diens­tes zu reflek­tie­ren: Was war gut, und wie will ich mei­ne ver­blei­ben­de Zeit nut­zen? Huch, ist wirk­lich die Hälf­te mei­ner Zeit hier vor­bei? Jap, um genau zu sein, hat die zwei­te Hälf­te am 14.02.19 ange­fan­gen (am Valen­tins­tag). Da ich mit Eras­mus+ unter­wegs bin, ist ein Zwi­schense­mi­nar Pflicht. Im Okto­ber hat­te ich schon mein On-Arri­val Semi­nar (Ankom­mens­se­mi­nar) und mit den glei­chen Leu­ten wie beim On-Arri­val haben wir uns für vier Tage in Trenči­ans­ke Tepli­ce getrof­fen. Einer schö­nen Stadt, die für ihre gute Mine­ral­quel­len bekannt ist. Um ehr­lich zu sein hat­te ich zunächst nicht so viel Lust dar­auf, weil es viel bei der Arbeit zu tun gibt und ich erst den Sinn von dem Semi­nar nicht ver­stan­den habe. Aber ich wur­de im Nach­hin­ein posi­tiv über­rascht. Die Stim­mung unter uns Frei­wil­li­gen war von Anfang an gut und gelöst und wir haben den ers­ten Abend in einer lus­ti­gen Bar ver­bracht. Am Frei­tag haben wir unse­re Arbeit noch­mal grob vor­ge­stellt und …

Ein halbes Jahr später

Dass Zeit unter­schied­lich schnell ver­ge­hen kann, ist kein Geheim­nis. Wäh­rend sich War­te­zei­ten meist unend­lich lan­ge hin­zu­zie­hen schei­nen, ver­ge­hen ange­neh­me und schö­ne Momen­te oft viel zu schnell. Ob sich nun mein ers­tes hal­bes Jahr auf den Phil­ip­pi­nen nun Freu­­den­­tau­­mel-kurz oder Heim­­weh-lan­g­­sam ange­fühlt hat, kann ich nicht sagen. Es ist vie­les pas­siert: viel Über­ra­schen­des, viel Schö­nes, aber auch der obli­ga­to­ri­sche ein oder ande­re trau­ri­ge und hilf­lo­se Moment, denn auch am schöns­ten Ort der Welt wird man nie aus­schließ­lich gute Zei­ten haben. Wenn ich eines sicher über die letz­ten sechs Mona­te sagen kann, dann, dass ich mich defi­ni­tiv sehr ver­än­dert habe. Zum einen natür­lich, weil ich noch nie so lan­ge von zu Hau­se ent­fernt war und auch, weil ich zum ers­ten Mal in mei­nem Leben allei­ne, oder zumin­dest ohne mei­ne Eltern, woh­ne, was natür­lich vie­le Frei­hei­ten, aber auch eini­ge Her­aus­for­de­run­gen mit sich bringt. In die­ser Hin­sicht habe ich sicher­lich eini­ges an Rei­fe und Dis­zi­plin zu mei­ner sonst etwas nai­ven und eher wenig erwach­se­nen Per­sön­lich­keit gewon­nen, was aber ver­mut­lich eine Selbst­ver­ständ­lich­keit ist, die mit dem Ablö­sungs­pro­zess von den Eltern …