Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rumänien

Grüne Karten

Eines der schöns­ten Erleb­nis­se die ich bis­her in Rumä­ni­en machen konn­te Hier bin ich wie­der! Seit mei­nem letz­ten Bei­trag ist eini­ge Zeit ver­gan­gen, die letz­ten Wochen waren etwas grau, es hat fast durch­gän­gig gereg­net und ich war, um ehr­lich zu sein, auch nicht gera­de bes­ter Lau­ne. Ich weiß noch, dass mir vor mei­ner Aus­rei­se gesagt wur­de, dass es typisch ist, in der Mit­te sei­nes Frei­wil­li­gen­diens­tes einen klei­nen Hän­ger zu haben. Ich habe mir damals gedacht: „Bei mir wird es anders sein!“ — aber nein:) Das ist jedoch voll­kom­men okay! Der Som­mer kommt jetzt end­lich, mei­ne Ener­gie ist nach ein paar moti­va­ti­ons­lo­sen Wochen noch­mal in die Höhe geschos­sen und es geht rich­tig berg­auf! Vor allem was unse­re Arbeit bei Lumea lui Pinoc­chio angeht und davon will ich euch hier erzählen.

Ausland und erstmal Quarantäne

Von Ele­na Ganz habe ich es zwar noch nicht rea­li­siert, aber ich bin jetzt tat­säch­lich in Rumä­ni­en ange­kom­men! Auch wenn ich nach wie vor sehr glück­lich bin, hier sein zu kön­nen, fühlt es sich noch nicht wirk­lich so an, weil ich seit mei­ner Ankunft in Qua­ran­tä­ne bin und daher von Rumä­ni­en noch nicht mehr als mein eige­nes Zim­mer gese­hen habe. Das ist natür­lich nicht beson­ders schlimm, aber ich hat­te mir mei­ne ers­ten Tage in einem neu­en Land schon deut­lich akti­ver vor­ge­stellt. Da ich aber bestimmt nicht die Ein­zi­ge bin, die durch die­se ‑ein biss­chen ner­vi­ge Zeit- gehen muss, bevor es dann rich­tig los­geht, habe ich mir über­legt, hier ein paar Ideen zu sam­meln, um die Zeit irgend­wo doch sinn­voll zu nut­zen und nicht ganz in schlech­ter Lau­ne zu versinken!

Los geht’s nach Rumänien — Trotz Corona!

Von Ele­na Ich kann es noch gar nicht rich­tig fas­sen, dass ich das schrei­be, aber es ist so: In ein paar Tagen geht es los — ich wer­de für neun Mona­te in eine klei­ne Stadt in dem Osten Rumä­ni­ens rei­sen, um dort ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr zu absol­vie­ren. Dort wer­de ich in einer Kin­der­ta­ges­stät­te sein, denn die Arbeit mit Kin­dern hat mir schon immer Spaß gemacht. Und jetzt wer­de ich das tat­säch­lich in einem ande­ren Land täg­lich machen kön­nen, zusam­men mit Men­schen aus der gan­zen Welt.

Unsere Reise nach Rumänien

Kli­schees über Rumä­ni­en gibt es ja genü­gend: Vam­pi­re, „Zigeu­ner“, Armut und Dieb­stahl. Doch wir woll­ten uns ein eige­nes Bild von Rumä­ni­en machen und sind über Ostern in die Nähe von Sibiu (auf Deutsch „Her­mann­stadt“) gereist. Unse­re Koor­di­na­to­ren hat­ten zwar ein mul­mi­ges Gefühl, aber da wir sie vor voll­ende­te Tat­sa­chen gestellt haben, konn­ten sie es uns ja nicht mehr ver­bie­ten. Und wir wur­den trotz der gan­zen Vor­ur­tei­le posi­tiv über­rascht von der Freund­lich­keit der Men­schen und von der wun­der­ba­ren, noch wil­den und oft unbe­rühr­ten Land­schaft.  Zu Beginn kurz einen geschicht­li­chen Ein­schub: Ab etwa dem Jahr 1147 haben sich deut­sche Sied­ler in der Gegend Sie­ben­bür­gen nie­der­ge­las­sen und unter ande­rem die Stadt Her­mann­stadt erbaut. Her­mann­stadt wur­de zur einer der wich­tigs­ten Städ­te – nicht nur wegen sei­ner zen­tra­len Han­dels­la­ge, son­dern auch, weil die Stadt eine sehr gute Befes­ti­gung hat­te. Trotz mas­si­ver Aus­wan­de­rung der Deut­schen leben bis heu­te immer noch etwa 2000 deut­sche Ein­woh­ner in der Stadt. Des­halb wird in vie­len Schu­len Deutsch unter­rich­tet und man kann auch ein Abitur in Deutsch machen, das in Deutsch­land aner­kannt wird. So das war der klei­ne Ein­schub, denn jetzt könnt ihr …