Alle Artikel mit dem Schlagwort: Slowakei

Abschied nehmen

Nun ist es wirk­lich nicht mehr lan­ge bis mei­ne Eltern kom­men und ich wie­der nach Deutsch­land zurück­keh­ren wer­de. Nun heißt es Abschied neh­men, letz­te Unter­neh­mun­gen machen und mich men­tal dar­auf vor­be­rei­ten, zu gehen. Aus­lands­blog­ge­rin Ron­ja hat in einem ihrer Blog­ar­ti­kel geschrie­ben: “Es ist ein Abschied auf Raten, immer stück­chen­wei­se, mund­ge­rech­te Por­tio­nen.”. Dem kann ich nur zustim­men. Ich den­ke oft “heu­te war das letz­te Mal Slo­wa­kisch-Unter­­richt“ oder das ich nicht mehr oft über die­se oder jene Brü­cke gehen wer­den … Die 11 Mona­te kamen mir so lang und doch irgend­wie kurz vor. Ich habe so viel erlebt, neue Men­schen ken­nen­ge­lernt und ein­zig­ar­ti­ge Freund­schaf­ten geschlos­sen. Das alles hin­ter mir zu las­sen, fällt mir schwer. In der Zeit habe ich sechs neue Län­der bereist (Slo­wa­kei, Öster­reich, Polen, Tsche­chi­en, Ungarn und Rumä­ni­en). Das hät­te ich nicht für mög­lich gehal­ten und füh­le mich des­halb unglaub­lich pri­vi­le­giert. Doch ich nut­ze die letz­ten Tage und tref­fe mich mit vie­len Freun­den noch­mal per­sön­lich und genie­ße ein­fach die Zeit im hier und jetzt. Am mei­nem letz­tem Abend habe ich vie­le, lie­be Men­schen zu mei­ner …

Good to know about Slovakia — Part 2

Wenn du bis jetzt noch nicht so viel über die Slo­wa­kei weißt, dann wirst du nach die­sem Text etwas schlau­er sein. Falls du den Part 1 noch nicht gele­sen hast, kannst du das natür­lich noch nach­ho­len. Öff­nungs­zei­ten Da mein Wochen­en­de mon­tags und diens­tags ist, woll­te ich schon öfters eine Unter­neh­mung machen, wur­de aber durch einen simp­len Grund gehin­dert: Vie­le Muse­en oder Aus­flugs­zie­le haben mon­tags geschlos­sen. War manch­mal durch­aus ärger­lich, aber einen Tag in der Woche ist durch­aus akzep­tiert. Aus­flugs­zie­le Wuss­test du, dass die Slo­wa­kei über 200 Bur­gen und Schlös­ser hat? Für ein Land, dass so groß ist wie Bay­ern und Baden-Wür­t­­te­m­berg sind das ziem­lich vie­le! Dem­entspre­chend könn­te ich theo­re­tisch jedes Wochen­en­de eine ande­re Burg besu­chen. Das habe ich zwar nicht gemacht, son­dern “nur” sie­ben, die aber alle­samt ziem­lich impo­sant waren. Bäcke­rei Wenn du in klei­ne­ren Städ­ten nach einer typisch Deut­schen Bäcke­rei suchst, wirst du nur schwer eine fin­den. Zumin­dest ging es mir so. Die meis­ten Slo­wa­ken kau­fen ihr Brot in den Super­märk­ten. Immer­hin gibt es genug Brot­aus­wahl, die auch sehr erschwing­lich ist. Außer­dem gibt es …

Das SEM Fest

Am Ende von mei­nen 11 Mona­ten in der Slo­wa­kei stand noch ein rich­ti­ges High­light auf dem Pro­gramm. Ich habe schon vie­le Bil­der gese­hen und Geschich­ten gehört, aber was das SEM Fest nun wirk­lich ist, wuss­te ich nicht. Unge­fähr wuss­te ich, dass es ein Zelt­la­ger ist und dass es dort Sport, Musik, Semi­na­re, Work­shops und viel Spaß gibt. Schon Wochen vor­her haben wir mit den Vor­be­rei­tun­gen dafür ange­fan­gen. Zum Bei­spiel habe ich Ban­ner für die Büh­ne mit Far­be nach­ge­bes­sert oder mei­ne Work­shops und Semi­na­re vor­be­rei­tet. Dann kam der Tag der Anrei­se. Nach unge­fähr sie­ben Stun­den mit dem Bus, Zug + War­te­zeit, bin ich in Len­ka, einem klei­nem 200-See­­len-Dorf ange­kom­men. Ich hat­te eigent­lich ver­mu­tet, dass wir Mit­ar­bei­ter sofort anfan­gen mit dem Auf­bau der Zel­te, aber dem war nicht so. Der ers­te Tag war ziem­lich ent­spannt und auch die nächs­ten zwei Tage waren eher mit Team­buil­dung gefüllt. Das fand ich ziem­lich gut, denn auch wenn ich vie­le Leu­te schon kann­te, muss­ten wir als Team (110 Mit­ar­bei­ter) auch zusam­men­wach­sen und eine Ein­heit wer­den. Von Mon­tag bis Don­ners­tag war ich …

Good to know about Slovakia

Dass das Land Slo­wa­kei exis­tiert, wis­sen vie­le Leu­te, aber wo es liegt oder was die Haupt­stadt ist, wis­sen die wenigs­ten. Um ehr­lich zu sein, wuss­te ich davor auch nicht viel über die Slo­wa­kei. Noch nicht mal die Haupt­stadt. Aber ich lebe inzwi­schen schon seit neun Mona­ten in der Slo­wa­kei und habe das Land etwas ken­nen gelernt. Des­halb kommt hier mein „Good to know about Slo­va­kia” Arti­kel. Trans­port Star­ten wir mit dem Trans­port. Mit dem Zug und dem Bus zu fah­ren, ist für mich als Deut­sche rich­tig güns­tig. Vor allem für Schü­ler und Stu­den­ten ist es geni­al, denn sie müs­sen nichts bezah­len. Ich habe eine Kar­te, bei der ich auf den Preis noch­mal 40% Rabatt bekom­me. Hier mal ein Bei­spiel: 30 Minu­ten Bus fah­ren = 1,10€ und 2h Zug fah­ren = ca. 7€ (mit Rabatt Kar­te etwa 4,50€). Außer­dem wird in den Zügen fast immer kon­trol­liert. Nicht wie in Deutsch­land, wo es gefühlt nur alle 4 Mona­te eine Kon­trol­le gibt. Schul­sys­tem In der Schu­le gibt es kei­ne Noten von 1 bis 6 (oder 0 bis 15 Punk­ten), son­dern Noten von 1 bis 5. …

Happy Birthday to you!

Wenn man fast ein Jahr im Aus­land ver­bringt, ist es ziem­lich wahr­schein­lich, dass man in die­ser Zeit Geburts­tag hat. Ich hat­te vor kur­zem Geburts­tag und erzäh­le euch nun, wie mein 20. Geburts­tag abge­lau­fen ist.  Bevor über­haupt der Geburts­tag gekom­men ist, sind drei Pake­te von Freun­den und Fami­lie zu mir in die Slo­wa­kei gekom­men. Aber kei­nes wirk­lich auf nor­ma­le Wei­se. Bei einem Paket war nie­mand im Büro, ein gel­ber Zet­tel wur­de abge­ge­ben und ich muss­te damit zur Post gehen. Kann ja mal pas­sie­ren und war auch kein Pro­blem. Beim zwei­ten Päck­chen wur­de mir über Face­book eine pri­va­te Nach­richt geschrie­ben, dass ein Paket von mir bei ihnen im Büro ange­kom­men ist. Die­se Fir­ma heißt „SUM” und mei­ne heißt „SEM”. Aber eine Haus­num­mer kann man doch eigent­lich nicht ver­wech­seln, oder? Aber die Frau war sehr nett und ich konn­te am nächs­ten Tag das Päck­chen abho­len. Das Paket von mei­ner Fami­lie wur­de nach eini­gen Zustell­ver­su­chen in einem Paket­shop abge­ge­ben. Nor­ma­ler­wei­se geht man dort hin, zeigt sein Aus­weis und kann das Paket mit­neh­men. Die Frau hat mir aber auf Slo­wa­kisch erklärt, dass ich für das …

Unsere Reise nach Rumänien

Kli­schees über Rumä­ni­en gibt es ja genü­gend: Vam­pi­re, „Zigeu­ner“, Armut und Dieb­stahl. Doch wir woll­ten uns ein eige­nes Bild von Rumä­ni­en machen und sind über Ostern in die Nähe von Sibiu (auf Deutsch „Her­mann­stadt“) gereist. Unse­re Koor­di­na­to­ren hat­ten zwar ein mul­mi­ges Gefühl, aber da wir sie vor voll­ende­te Tat­sa­chen gestellt haben, konn­ten sie es uns ja nicht mehr ver­bie­ten. Und wir wur­den trotz der gan­zen Vor­ur­tei­le posi­tiv über­rascht von der Freund­lich­keit der Men­schen und von der wun­der­ba­ren, noch wil­den und oft unbe­rühr­ten Land­schaft.  Zu Beginn kurz einen geschicht­li­chen Ein­schub: Ab etwa dem Jahr 1147 haben sich deut­sche Sied­ler in der Gegend Sie­ben­bür­gen nie­der­ge­las­sen und unter ande­rem die Stadt Her­mann­stadt erbaut. Her­mann­stadt wur­de zur einer der wich­tigs­ten Städ­te – nicht nur wegen sei­ner zen­tra­len Han­dels­la­ge, son­dern auch, weil die Stadt eine sehr gute Befes­ti­gung hat­te. Trotz mas­si­ver Aus­wan­de­rung der Deut­schen leben bis heu­te immer noch etwa 2000 deut­sche Ein­woh­ner in der Stadt. Des­halb wird in vie­len Schu­len Deutsch unter­rich­tet und man kann auch ein Abitur in Deutsch machen, das in Deutsch­land aner­kannt wird. So das war der klei­ne Ein­schub, denn jetzt könnt ihr …

Mein Mid-Term Seminar

Semi­na­re gehö­ren zu Frei­wil­li­gen­diens­ten genau­so wie die eigent­li­che Arbeit. Für Lui­sa war es nun Zeit, nach der Hälf­te ihres Diens­tes zu reflek­tie­ren: Was war gut, und wie will ich mei­ne ver­blei­ben­de Zeit nut­zen? Huch, ist wirk­lich die Hälf­te mei­ner Zeit hier vor­bei? Jap, um genau zu sein, hat die zwei­te Hälf­te am 14.02.19 ange­fan­gen (am Valen­tins­tag). Da ich mit Eras­mus+ unter­wegs bin, ist ein Zwi­schense­mi­nar Pflicht. Im Okto­ber hat­te ich schon mein On-Arri­val Semi­nar (Ankom­mens­se­mi­nar) und mit den glei­chen Leu­ten wie beim On-Arri­val haben wir uns für vier Tage in Trenči­ans­ke Tepli­ce getrof­fen. Einer schö­nen Stadt, die für ihre gute Mine­ral­quel­len bekannt ist. Um ehr­lich zu sein hat­te ich zunächst nicht so viel Lust dar­auf, weil es viel bei der Arbeit zu tun gibt und ich erst den Sinn von dem Semi­nar nicht ver­stan­den habe. Aber ich wur­de im Nach­hin­ein posi­tiv über­rascht. Die Stim­mung unter uns Frei­wil­li­gen war von Anfang an gut und gelöst und wir haben den ers­ten Abend in einer lus­ti­gen Bar ver­bracht. Am Frei­tag haben wir unse­re Arbeit noch­mal grob vor­ge­stellt und …