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Oshogatsu: Mein japanisches Neujahr

Die Vor­sät­ze für das neue Jahr ste­hen, die Cham­pa­gner­glä­ser sind gefüllt und das Feu­er­werk ist start­klar. Der Count­down beginnt: 3…2…1… ABER nicht in Japan. Okay, der Count­down wird hier auch erwar­tet; aber gefei­ert wird hier trotz­dem anders! Mein Sil­ves­ter hier in Japan war die­ses Jahr ohne bun­tes Feu­er­werk und dicke Coun­t­down-Par­­ty, statt­des­sen gefüllt mit ganz viel japa­ni­scher Kul­tur. Anders als in west­li­chen Län­dern ist Neu­jahr und Sil­ves­ter hier ein Fami­li­en­fest. Man fei­ert nicht wirk­lich mit Freun­den, son­dern die gan­ze Fami­lie ver­sam­melt sich, ver­bringt gemein­sam Zeit und isst tra­di­tio­nell. Dafür neh­men sich die Geschäfts­leu­te aus gro­ßen Städ­ten wie Tokyo und Osa­ka extra frei, um sich mit der gan­zen Fami­lie zu ver­sam­meln. Im Prin­zip hat hier das Neu­jahr einen ähn­li­chen Stel­len­wert wie Weih­nach­ten in Deutsch­land. Das japa­ni­sche Neu­jahrs­ge­richt wird Ose­chi (お節料理) genannt und beinhal­tet vie­le tra­di­tio­nel­le Gerich­te wie gedämpf­te Fisch­pas­te, schwar­ze Boh­nen, Sashi­mi und vie­les mehr. Neben dem Ose­chi wird auch zur Neu­jahrs­zeit viel Mochi (japa­ni­scher Reis­ku­chen) zube­rei­tet und geges­sen. In mei­nem Alten­heim hat­te ich das Glück, sel­ber Mochi her­stel­len zu dür­fen! Zwi­schen dem 1.–3. Janu­ar fin­det …